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Foto von einem nakten Baby | Besonderheiten der Babyhaut
Besonderheiten der Babyhaut

Besonderheiten der Babyhaut




Die Haut eines Neugeborenen ist von Natur aus sehr zart und empfindlich. Bei der Geburt sind die Schutzmechanismen der Haut noch nicht vollständig ausgereift. Deshalb braucht sie besondere Pflege von hoher Qualität. Babys sind besonders temperaturempfindlich: Da das Fettgewebe in der Unterhaut noch nicht komplett ausgereift ist, können Babys rasch auskühlen. Aber auch ein Zuviel an Wärme ist schlecht, denn Babys Schweißdrüsen sind noch nicht in der Lage, die Körpertemperatur zu regulieren. Ob einem Baby zu kalt oder zu warm ist, fühlt man am besten mit zwei Fingern im Nacken. Aber auch andere Schutzmechanismen der Babyhaut sind in den ersten Wochen noch nicht vollständig entwickelt. So produzieren beispielsweise die Talgdrüsen noch nicht genügend Fett. Babys Haut ist daher relativ trocken und bedarf einer speziellen Pflege und Reinigung. Damit es nicht zu Entzündungen kommt, sollte Baby-Haut regelmäßig mit lauwarmem Wasser gereinigt und danach sanft, aber gründlich abgetrocknet werden. Für die Pflege danach gilt jedoch der Grundsatz „Weniger ist mehr“. Denn zu dick aufgetragene Babycreme macht die Haut undurchlässig und lässt sie nicht atmen.

 

Trockene Babyhaut

Babys, die deutlich nach dem errechneten Termin zur Welt gekommen sind, haben oft eine besonders trockene, leicht eingerissene Haut, die sich sogar schälen kann. Das kommt daher, dass die Käseschmiere sich gegen Ende der Schwangerschaft in die Haut einzieht, die „späten Babys“ liegen dann lange ohne Hautschutz im Fruchtwasser. Andererseits „pellen“ sich auch Babys mit anfänglich weicher Haut häufig nach einigen Tagen. Dabei reißt die Haut zuerst in den Hautfalten auf und später auch im Bauch- und Rückenbereich. Auch das ist vollkommen normal und muss nicht behandelt werden. Die Haut darunter wird wundervoll zart, weich und neu sein. Die trockenen Stellen verschwinden innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen nach der Geburt.

 

Neugeborenenakne

Eine weitere typische Hauterscheinung, die Stunden nach der Geburt auftreten kann, ist der Neugeborenen – Hautausschlag. Dabei handelt es sich um hellrote Flecken, die in der Mitte manchmal weiße oder gelbe Pusteln haben und ähnlich aussehen wie Mückenstiche. Manche dieser Flecken verschwinden nach wenigen Stunden. Andere bleiben einige Tage bestehen, bis auch sie wieder abklingen. Diese so genannte Neugeborenenakne tritt nicht bei allen Babys auf. Man trifft sie eher bei Kindern an, deren Eltern in der Pubertät verstärkt an Akne gelitten haben. Hauptsächlich betroffen ist das Gesicht, seltener auch andere Körperpartien. Auch diese kleinen Eiterpusteln, mit roten entzündlichem Hof, die nach Tagen bis Wochen von alleine wieder heilen, bedürfen keiner speziellen Behandlung, es sei denn, sie verschwinden nicht von alleine. Bitte drücken Sie auch nicht darauf herum, der Grund dafür ist die hormonelle Umstellung nach der Geburt.

 

Windeldermatitis

Noch eine gängige Erscheinung der Babyhaut ist die Windeldermatitis. Fast jedes Baby bekommt im Laufe seiner Windelphase einmal eine solche Windeldermatitis. Darunter versteht man eine lokale Pilzinfektion, zumeist mit dem Candidapilz, im Genitalbereich des Babys. Verantwortlich für die Vermehrung des Pilzes ist das feucht warme Milieu in der Windel, wo sich der Pilz speziell an jenen durch Stuhl und Urin gereizten, Hautstellen ansiedelt. In der Folge schuppt sich die Haut und ist gerötet. Es kommt zu einem bläschenartigen Ausschlag, der sich vom Gesäß in Richtung Genitalien ausbreitet und der in dem feuchtwarmen Windelklima schlecht abheilt. Wichtig bei Windeldermatitis ist die Haut möglichst trocken zu halten. Zur Behandlung empfiehlt sich eine spezielle Pilzsalbe und entzündungshemmende Badezusätze aus der Apotheke.

 

Zur Pflege der zarten Babyhaut verwenden Sie bitte ausschließlich Pflegeprodukte ohne Duft- und Konservierungsstoffe, denn diese können leicht Allergien auslösen.

 

Autor: Redaktion / Katrin




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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft
vom Österreichischen Hebammengremium
www.hebammen.at


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