
„Rabäh!“ Wer Zähne bekommt, muss sie gleich einmal zusammenbeißen. Wenn Babys zahnen, tut das meistens weh, oft leidet die ganze Familie mit. Die armen Kleinen, mit den manchmal großen Schmerzen, sind eben wirklich bedauernswert, manchmal werden die nächtlichen Schmerz-Attacken aber auch zur Belastungsprobe für die elterliche Leidensfähigkeit. Stichwort Schlafentzug. Der Hintergrund für die ersten Zahn-Schmerzen: Die meisten Babys kommen zwar zahnlos zur Welt, im Kiefer warten aber bereits 20 Milchzahn-Kronen auf ihren Durchbruch. Etwa ab dem dritten Monat schieben die Zahnwurzeln die Zahnkronen schubweise durch den sich öffnenden Knochen – was natürlich nicht ohne Schmerzen funktionieren kann. Nach etwa vier bis sechs Monaten werden in der Regel die Zähnchen dann ganz herausgepresst. Auch hier gilt: Autsch! Die gute Nachricht: Eltern können ihren kleinen Lieblingen das Zahnen erleichtern. Neben bewährten Hausmitteln wie der – durchaus auch schicken - Bernsteinkette helfen auch speziell entwickelte Pflege-Gels.
Goldlöckchen, Kahlkopf oder dunkle Mähne: Die Haarpracht von Neugeborenen ist immer für eine Überraschung gut. Etwa ab dem sechsten Monat stabilisiert sich dann der Haarwuchs. Babys Haar wächst regelmäßig, wird kontinuierlich dichter, und benötigt spezielle Pflege. Verwenden Sie dazu am besten die besonders hautschonenden und augenmilden Baby-Shampoos oder ein so genanntes „Kopf-bis-Fuß“-Waschgel. Ein bis zwei Mal Haarewaschen ist für die meisten Babyköpfe ideal, wie bei den Eltern auch bietet sich dazu die Badewanne an.
Die richtige Babyhaarwäsche funktioniert folgendermaßen: Geben Sie einen Spritzer Shampoo auf das Haar, massieren Sie ihn sanft ein und spülen Sie dann mit einem sauberen Waschlappen oder Ihrer Hand die Shampooreste aus dem Haar. Danach sanft abtrocknen, auf keinen Fall rubbeln! Dabei kann es nämlich passieren, dass sich der zarte Baby-Haarflaum verfilzt. Übrigens: Sollte Ihr Baby plötzlich sehr viele Haare verlieren, ist das kein Grund zur Sorge. Der Haarzyklus muss sich erst noch einspielen. Es kann bis zu einem Jahr lang dauern, bis der Haarzyklus komplett stabil ist.
Er ist schuppig, hat meistens eine beige bis hell-orange Farbe und taucht plötzlich auf Babys Kopfhaut auf: Milchschorf. Was Sie dagegen tun können? Reiben Sie die Kopfhaut Ihres Babys mit Baby-Öl ein und lassen Sie es kurz einwirken. Danach die gelösten Milchschorf-Schuppen mit einem weichen Tuch abreiben, oder das Haar mit Baby-Shampoo waschen und durchbürsten. Wiederholen Sie diese Pflege zwei bis drei Mal pro Woche – sollte sich der Schorf nicht lösen, sprechen Sie mir Ihrem Kinderarzt darüber. Versuchen Sie auf gar keinen Fall, hartnäckige Michschorf-Schuppen mit Gewalt zu lösen!
Während der „Windelzeit“ leiden nahezu alle Babys mindestens ein Mal unter Hautreizungen in der Po-Gegend. Verursacht wird die Schädigung der zarten Babyhaut durch Feuchtigkeit und Wärmestau im Windelbereich. Öfter Windel-Wechseln und eine intensivere Pflege des Windelbereichs können hier Abhilfe schaffen. Weitere Maßnahmen, damit betroffene Kinder möglichst bald wieder über den sprichwörtlich zarten „Babypopo“ verfügen: Nach dem Wickeln den Windelbereich genau reinigen und sorgfältig trocken tupfen. Bewährt haben sich auch spezielle Baby-Pflegesalben: Einfach die gereizten Stellen regelmäßig damit einschmieren, bis die Hautreizungen verschwunden sind.
Autor: BabyExpress
Schutz_und_Pflege_fuer_Ihr_Baby-schwangerschaft.pdf [109,14 kB]
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