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Foto von einem lachenden Baby mit Spielzeug im Mund | Babys lernen mit allen Sinnen
Babys lernen mit allen Sinnen

Babys lernen mit allen Sinnen




Wahrnehmung ist die Aufnahme von Reizen durch die Sinnesorgane und ihre Verarbeitung im Gehirn. Die sieben Sinne (Sinnesorgane) sind:

 

der Sehsinn (Augen)

der Gehörsinn (Ohren)

der Geruchssinn (Nase)

der Geschmackssinn (Zunge)

der Haut- oder Tastsinn (Haut)

der Muskel- und Stellungssinn,

der zusammen mit dem Gleichgewichtssinn die Körperwahrnehmung und Bewegung entscheidend beeinflusst.

 

Schon bei neugeborenen Babys sind alle diese Sinne mehr oder weniger gut ausgebildet, sie müssen sich aber im Lauf der ersten Lebensjahre noch weiter ausdifferenzieren. Nicht nur das, sie müssen auch lernen, optimal zusammenzuarbeiten, um verschiedene Sinneseindrücke immer besser zu einem "sinnvollen" Ganzen zu verknüpfen. Nur so kann sich ein Kind gesund entwickeln und wesentliche Fähigkeiten entfalten: vom Denken, Lernen, Sprechen und Verhalten, bis hin zur Körpergeschicklichkeit und koordinierten Bewegung.

 

Für Erwachsene selbstverständliche Dinge muss ein Baby erst lernen.

Den eigenen Fuß zu packen, fest zu halten und zum Mund zu führen - welch eine Leistung für ein Baby! Denn was für ein größeres Kind und die Erwachsenen längst selbstverständlich ist - ein Baby muss es erst lernen, jeden Tag ein Stück mehr. Und das Baby lernt gern, es kann gar nicht anders. Die Natur schreibt ihm vor, sein Köpfchen zu heben, um sein Gesichtsfeld zu erweitern, den Körper aus der Horizontalen in die Vertikale zu bringen, schließlich einen Fuß vor den anderen zu setzen, um sich aufrecht fortzubewegen. Es lernt, Dinge vom Boden aufzuheben und in den Mund zu stecken, um deren Beschaffenheit zu erfahren. Es lernt, vertraute von fremden Gesichtern zu unterscheiden, Gegenstände in ein Gefäß zu legen, aus Lauten Wörter zu bilden, den Löffel vom Teller zum Mund zu bringen. Das alles lernt es von ganz allein, zwar angewiesen auf liebevolle Bestätigung und Begleitung der Menschen in seiner Nähe, aber ohne dazu aufgefordert zu werden. Es lernt, indem es neugierig ausprobiert und seine Tätigkeiten ständig wiederholt. Es lernt, indem es mit den Dingen in seiner Umgebung spielt. Über Jahre hinweg, bis ins Schulalter hinein, eignet das Kind sich so auf spielerische Weise all das an, was es können und wissen muss.

 

Körperliche und geistige Entwicklung hängen eng zusammen. Sorgen Sie darum dafür, dass sich Ihr Kind ausreichend bewegen und die Geschicklichkeit seines Körpers trainieren kann.

Erwarten Sie nicht all zu viel von vorgefertigtem Lernspielzeug, das für Kinder im Vorschulalter angeboten wird. Ein Kind lernt durch seine Umgebung, durch lebendige Anschauung und mit all seinen Sinnen. Eine "blühende Fantasie" ist die beste Voraussetzung fürs kognitive Lernen, denn sie macht den Geist flexibel.

 

Autor: Redaktion / Katrin




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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft
vom Österreichischen Hebammengremium
www.hebammen.at


PDF Babys_lernen_mit_allen_Sinnen-schwangerschaft.pdf [110,55 kB]

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