
So gut wie jede Substanz ist imstande, Überempfindlichkeitsreaktionen des Körpers zu verursachen – und das bereits im Säuglingsalter.
Die meisten Allergien werden durch bestimmte Lebensmittel ausgelöst. Achten Sie deshalb – sofern Ihr Kind schon feste Nahrung bekommt – bei der Zusammenstellung des Menüplans auf Eiweißstoffe (Eier, Fisch, Milchprodukte), Erdbeeren, Nüsse, Zitrusfrüchte, Schokolade, Gewürze, Getreide, Kuhmilch und Paradeiser. Neue Lebensmittel sollten Sie nur langsam (ein neues pro Woche) einführen und dabei die (mögliche Über-)Reaktion Ihres Sprösslings sorgfältig prüfen.
Im Bereich der Textilien sind es vor allem synthetische Fasern oder auch Wolle, die zu Hautunverträglichkeiten führen können.
Was den Wohnbereich anbelangt, so haben sich die lästigen Hausstaubmilben gute Verstecke ausgesucht, die es regelmäßig auszuforschen und zu reinigen gilt: In Rosshaarmatratzen, in Decken aus Schafwolle und vor allem in den Lieblingskuscheltieren fühlen sie sich besonders wohl. Letztere sollte man deshalb ab und zu – gut verpackt (etwa im Tiefkühlsackerl) – auf eine Reise in die Gefriertruhe schicken, die den Quälgeistern auch garantiert den Garaus macht!
Die beste Vorbeugung (laut WHO) ist das Stillen des Kindes bis zum sechsten Lebensmonat, sofern die Mutter von vornherein selbst auf allergene Nahrungsmittel verzichtet. Durch die Muttermilch ist gewährleistet, dass das Kind kein artfremdes (und möglicherweise allergenes) Eiweiß zu sich nimmt. Gleichzeitig ist auch die Versorgung mit Antikörpern sicher gestellt, die den Säugling vor Infektionen bewahren. Ist Stillen nicht möglich, sollte H.A.-Nahrung gefüttert werden.
Am wirksamsten ist die Entfernung des Allergens (Allergie auslösende Substanz) aus dem Nahrungsplan, bzw. Wohnbereich. Ein Nasenspray hilft gegen eine verstopfte Nase; hat das Kind erbrochen oder hat es Durchfall, sollten Sie den Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Eine gängige Behandlung von Allergien stellt allerdings eine Immuntherapie dar: Der Allergiker erhält mittels Spritze ein Serum mit Bestandteilen des Allergens, die Dosis wird dabei regelmäßig erhöht, um den Organismus langsam an den Auslöser zu gewöhnen. Die Nadelstichinjektionen sind aber erst Kindern ab fünf Jahren zuzumuten.
Gerötete, tränende Augen und geschwollene Lider können u.a. virale Entzündungen, Reaktionen auf Staub oder Verletzungen sein, eine zusätzliche Absonderung von Eiter oder Schleim hingegen zeigt eine Bindehautinfektion an (sie ist ansteckend und tritt gemeinsam mit Infektionskrankheiten auf).
Bei leichter Rötung und Tränen das Auge mit klarem Wasser waschen, etwaige Fremdkörper vom (Augen-) Arzt entfernen lassen. Eiterabsonderung bei einer Augenentzündung niemals selbst, sondern unbedingt vom Arzt behandeln lassen.
Krampfhaft angewinkelte Beinchen, Weinen und ein schmerzhaft verzogenes Gesicht sind Anzeichen für Bauchschmerzen beim Säugling, wobei Blähungen und Magen-Darm-Infekte der häufigste Grund dafür sind. Die meisten Bauchschmerzen im Kindesalter sind harmlos und vorübergehend, können aber auch durchaus auf ernstere Krankheiten hinweisen: Verstopfung, Harnwegsinfektion (verbunden mit Fieber und Schmerzen beim Wasserlassen) oder Blinddarmentzündung, bei der vor allem die rechte Bauchhälfte betroffen ist.
Sollten die Bauchschmerzen nach einer Wärmeanwendung (Anm.: dafür eine Wärmeflasche auf die betroffene Stelle legen) innerhalb von zwei Stunden nicht deutlich zurückgehen, ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Medizinischer Rat ist unbedingt nötig, wenn das Kind zusätzlich zu den Schmerzen unter Durchfall, Erbrechen und Fieber leidet. Nur durch genaue Untersuchung können die Ursachen festgestellt werden.
Haeufige_Kinderkrankheiten-schwangerschaft.pdf [118,90 kB]
Das Dreitagefieber bei Babys
Fieber bei Babys
Feuchtblattern bei Säugling und Baby
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