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Bild einer geöffneten Sonnenblume | Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte
Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte

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Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (LKG-Spalten) zählen zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen des Menschen. Schon in der Frühschwangerschaft entsteht diese Spaltfehlbildung. Teile des Gesichts verschließen sich unvollständig. Auslöser dürften, wie so oft auch hier Rauchen, Alkohol- oder Drogenkonsum der Mutter sein, auch Stress oder ein Nährstoffmangel – jedoch hat man auch festgestellt, dass auch genetische Faktoren dabei eine Rolle spielen.

 

Während man früher erst bei der Geburt mit der Diagnose Lippen-Kiefer-Gaumenspalte konfrontiert wurde, kann man heute schon im Rahmen der Pränataldiagnostik feststellen, dass das Kind diese Spaltfehlbildung hat und sich darauf vorbereiten. Neben der starken psychischen Belastung für Eltern und Kind, führt diese Störung nämlich zu großen Schwierigkeiten beim Essen, Atmen, Hören und Sprechen. Also muss schon bald nach der Geburt mit der Behandlung begonnen werden - das Behandlungsziel ist ein ästhetisch und funktionell optimales Ergebnis im Erwachsenenalter. Das heißt also, dass die Behandlung sich über viele Jahre zieht und von vielen Ärzten koordiniert werden muss:

 

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, Kieferorthopäden, Kinderärzte, Hals-Nasen-Ohrenärzte, Zahnärzte und eventuell auch ein Kinderpsychologe.

 

Mit einer ersten Operation wird dafür gesorgt, dass die Schwierigkeiten beim Schlucken, beziehungsweise bei der Nahrungsaufnahme besser werden. Die Veränderungen im Kiefer werden überwacht und behandelt. Sinnvoll ist es auch mit einer logopädischen Therapie zu beginnen. Vor allem auch im Hinblick auf eventuelle Hörschäden. Diese Therapien dauern sehr lange und sind sehr aufwendig, dennoch glücklicherweise sehr erfolgreich – die operativen Ergebnisse sind funktionell und sehen schon sehr schön aus.

 

Da bei der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, wie gesagt eine genetische Ursache nicht ausgeschlossen werden kann, ist es nur begrenzt möglich dagegen vorzubeugen, jedoch ist es natürlich wichtig, die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol usw. auszuschließen. Folsäure hilft auch in diesem Fall das Risiko zu minimieren, am besten schon bei geplanter Schwangerschaft.

 

Autor: Redaktion / Andrea




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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft
vom Österreichischen Hebammengremium
www.hebammen.at


PDF Lippen-,_Kiefer-,_Gaumenspalte-schwangerschaft.pdf [107,59 kB]

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