
Um ein Wundwerden der Brustwarzen in der Stillzeit zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Warzen geschmeidig bleiben und gut gepflegt sind. Neben dem korrekten Anlegen des Kindes sollten Sie sich auch vor einem Hitze- oder Nässestau und vor extremer Kälte schützen. Lassen Sie deshalb Ihre Brüste nach dem Stillen möglichst an der Luft trocknen. Verzichten Sie auf Stilleinlagen mit Nässe oder Auslaufschutz und meiden Sie Kälte.
Die beste vorbeugende Maßnahme gegen Brustwarzenprobleme ist das Tragen von Stilleinlagen aus naturbelassener Wolle und reiner Seide. Wolle und Seide wirken bakterizid, entzündungshemmend und heilend. Beide Naturfasern sind zudem atmungsaktiv und gewährleisten somit eine gute Luftzirkulation an der Brust. Wolle wärmt die Brust und hält sie trocken, denn die Flüssigkeit wird nach außen abgeleitet. Seide fühlt sich glatt, fein und weich an, verursacht keine Hautreizungen und wird von allen wollempfindlichen und allergischen Frauen sehr gut vertragen. Sie kühlt bei Hitze und wärmt bei Kälte. Auch Seide ist saugfähig, ohne sich feucht anzufühlen.
Auf die übliche Brustwarzensalbe, wie sie in manchen Kliniken empfohlen wird, kann bei der Verwendung von Naturfaser-Stilleinlagen aus Wolle und Seide gänzlich verzichtet werden – zumindest ist das meine Erfahrung als freiberufliche Hebamme. Sollten Sie auf Grund trockener Haut die Warzen trotzdem mit einer Salbe pflegen wollen, dann können Sie dies mit bewährtem Balsam tun.
Basis von Balsamen ist Sheabutter. Sie ist feuchtigkeitsbindend und reich an Vitamin E sowie Provitamin A. Diese Eigenschaften erhalten die Geschmeidigkeit der Haut und unterstützen die Wundheilung. Die leicht krümelige Konsistenz der Salben ist Ergebnis eines ganz natürlichen Kristallisationsvorgangs, sie löst sich auf der warmen Körperhaut jedoch sofort auf.
Autor: Ingeborg Stadelmann
Brustpflege_in_der_Stillzeit-schwangerschaft.pdf [106,65 kB]
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