
Vitamin K sorgt im Körper für eine gleichbleibende Konzentration des Blutgerinnungsstoffes Prothrombin. Ohne Prothrombin würden alle Wunden weiterbluten. Prothrombin hat die Funktion, daß kleine Blutgefäße verklebt und verschlossen werden. Die Vitamine der K-Gruppe gehörten zu den fettlöslichen Vitaminen. Vitamin K1 (Phylbelninon) wird über die Nahrung aufgenommen und Vitamin-K2 (Menochinon) von Darmbakterien produziert.
Da der Darm in den ersten Lebenstagen des Babys noch keine richtige Bakterienbesiedelung hat und die Muttermilch einen relativ niedrigen Vitamin K Gehalt aufweist, besteht die Gefahr eines Vitamin K-Mangels beim Neugeborenen. Unmittelbar nach der Geburt erhalten Neugeborene routinemäßig meist zwei Tropfen, das sind etwa 1 bis 2 mg Vitamin K in den Mund geträufelt. Eine Woche und vier Wochen nach der Geburt wird die Therapie wiederholt. Kaum eine Mutter weiß jedoch über die Gründe ausreichend Bescheid. Bei etwa vier bis zehn von 100.000 Babys wird ein Vitamin-K-Mangel festgestellt. Schon durch eine geringfügige Mindestversorgung kann sich die Blutgerinnung verschlechtern und eine Gehirnblutung zur Folge haben. Statistisch gesehen, stirbt eines von drei betroffenen Kindern oder bleibt schwer behindert. Um eine Minderversorgung auszuschließen, erhalten Säuglinge normalerweise routinemäßig diese Vitamin-K-Tropfen.
Sie können selbst entscheiden, ob Sie Ihrem Baby Vitamin K geben lassen und wenn ja, in welcher Form. Falls Sie das Kind nicht stillen, erübrigt sich diese Frage fast, da Vitamin K in fast allen Babynahrungen zugesetzt ist. Falls Sie aber stillen, besteht das Risiko der Blutgerinnungsstörung durch Vitamin K-Mangel - die durch die Verabreichung von Vitamin K zu fast 100 % zu verhindern ist - entweder durch orale Gabe oder eine Spritze: Die Injektion von Vitamin K ist in den 90er Jahren in Verruf geraten, als sie mit einem erhöhten Risiko an Leukämie zu erkranken verknüpft wurde. Bis heute ist der Zusammenhang zwischen Leukämie und der Vitamin K-Spritze nicht eindeutig, allerdings auch nicht zu 100 % auszuschließen.
Autor: Redaktion / Katrin
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