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Foto einer gemalten Blume | Erhöhtes Fehlbildungsrisiko durch Kinderwunschbehandlung
Erhöhtes Fehlbildungsrisiko durch Kinderwunschbehandlung

Erhöhtes Fehlbildungsrisiko durch Kinderwunschbehandlung




Nach einer Befruchtung im Reagenzglas (IVF) oder einer Spermieninjektion (ICSI) müssen Eltern mit leicht erhöhten Schwangerschaftskomplikationen und Fehlbildungsraten rechnen. So gibt es etwa bei jeder 12. Schwangerschaft eine Fehlbildung, die Wahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter. Außerdem kommen die Babys meist etwas früher zur Welt und wiegen um ca. 200 Gramm weniger. 

 

Eine Kinderwunschbehandlung erhöht das Fehlbildungsrisiko beim Kind.

Die sogenannte Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) wurde dabei besonders unter die Lupe genommen und eine groß angelegte Studie vor 4 Jahre ergab tatsächlich eine erhöhte Fehlbildungsrate von 2 Prozent nach ICSI. Die Forscher erfassten schwere Fehlbildungen, wie Herzfehler, Fehlentwicklungen des Gehirns, des Verdauungstrakts, der Nieren und Harnwege und Auffälligkeiten bei den Chromosomen. Es ist aber nicht erwiesen, dass diese Fehlbildungen von der ICSI kommen oder schon von den ursprünglichen Gründen für die Unfruchtbarkeit, die man ja umgangen hat – vielleicht lässt sich die Natur nicht immer austricksen. Nun muss man auch abwarten, bis die ersten ICSI Söhne in die Pubertät kommen, um festzustellen, ob deren Fruchtbarkeitspotential eventuell beeinträchtigt ist.

 

Der Unterschied zu Kindern, die durch die Befruchtung der Eizelle im Reagenzglas gezeugt wurden ist geringfügig und auch diese Kinder waren bei der Geburt deutlich leichter.

 

Mit Hochdruck wird geforscht, um herauszufinden ob die Kinderwunschbehandlungen selbst ein geringfügig erhöhtes Fehlbildungsrisiko mit sich bringen oder ob die schlechteren Ergebnisse vor allem mit den Ursachen der elterlichen Unfruchtbarkeit zusammenhängen. Dafür sprechen Untersuchungen, die ein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko nicht nur nach einer Kinderwunschbehandlung beschreiben, sondern auch bei Paaren, die ohne Behandlung erst nach mehr als zwei Jahren ein Kind erwarteten. Es laufen bereits weitere Studien, um diese Frage zu klären.

 

Die gute Nachricht: Durch die gute Information vor Kinderwunschbehandlungen kann man eventuell bestehende Risiken für die Schwangerschaft günstig beeinflussen. Junge Frauen mit Diabetes müssen zum Beispiel gut mit Insulin eingestellt werden. Ebenso wichtig ist eine engmaschige medizinische Kontrolle. So lässt sich die Gefahr einer Fehlgeburt in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten und von Schwangerschaftsdiabetes verringern.

 

Auch Schilddrüsenerkrankungen sind für eine Schwangerschaft nicht ungefährlich. Eine Schilddrüsenunterfunktion erhöht im Rahmen einer IVF-Behandlung das Risiko für eine Überstimulation der Eierstöcke. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann in der Frühschwangerschaft eine lebensbedrohliche Hormonvergiftung auslösen. Vor einer IVF oder ICSI sollten zudem Genitalinfektionen ausgeschlossen werden. Mit Chlamydien infizierte Eileiter können zum Beispiel eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter verursachen. Väterliche Infektionen mit Hepatitis-C- oder HI-Viren sind ebenfalls nicht ungefährlich. Eine spezielle Aufbereitung der Spermien ist in solchen Fällen notwendig.

 

Kein Grund also, den Kopf hängen zu lassen. Lassen Sie sich gut beraten, damit schon im Vorfeld die richtigen Aktionen gesetzt werden.


Autor: Redaktion / Andrea




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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft
vom Österreichischen Hebammengremium
www.hebammen.at


PDF Erhoehtes_Fehlbildungsrisiko_durch_Kinderwunschbehandlung-schwangerschaft.pdf [109,19 kB]

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