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Foto einer Ärztin | Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)
Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)

Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)




Diese Entzündung und Anschwellung des oberen Kehlkopfbereiches und des Kehldeckels ist bei Kleinkindern eine sehr schwere Erkrankung. Fast immer wird sie durch Haemophilus – influenza – b – Bakterien hervorgerufen und kann – unbehandelt zum Erstickungstod führen. Deshalb handelt es sich hierbei um einen absoluten Notfall – bei dem sofort der Notarzt verständigt werden muss. Während sie bei ca. 75 Prozent der Fälle mit keiner vorangegangenen Erkrankung in Zusammenhang steht, beginnt bei ca. 15 Prozent die Kehldeckelentzündung mit einer Infektion der oberen Atemwege (Nasen-Rachen-Raum). Vor allem Kinder zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr sind betroffen, wenn sie nicht eine entsprechende Haemophilus – influenza – b- Impfung bekommen haben. Grundsätzlich kann man jedoch in jedem Alter daran erkranken – auch Erwachsene sind davor nicht gefeit. Buben erkranken jedoch etwas häufiger an Epiglottitis also Mädchen. In sehr seltenen Fällen können auch geimpfte Kinder daran erkranken.

 

Die Krankheit kann leicht mit dem meist harmlosen viralen Pseudo-Krupp verwechselt werden. (Es muss allerdings auch in diesem Fall umgehend gehandelt werden.) Die Kehldeckelentzündung geht mit hohem Fieber einher, und ihr Auftreten ist sehr plötzlich. Das Kind kann hier zwar in der Regel sprechen. Das Sprechen ist aber meist verbunden mit großen Schmerzen; die Sprache wirkt klosig. Die Erkrankung ist bei den meisten Kindern auch mit Angst verbunden. Es ist auch nicht selten, dass die Kinder blau anlaufen und mit vorgestrecktem Kiefer und geöffnetem Mund versuchen, nach Luft zu ringen. Ihr Kind möchte dann aufrecht hingesetzt werden oder gehalten werden. Typische Anzeichen für eine Epiglottitis im Überblick:

Beachten Sie auch, dass das Ringen nach Luft Angst verursacht, die die Atemnot wiederum verschlimmert. Rufen Sie auf jeden Fall sofort und umgehend den Notarzt. Bis dieser eintrifft sollten Sie folgende Dinge beachten:

Um dem Kind die Atmung zu erleichtern, wird es in der Klinik engmaschig überwacht und, soweit das nötig sein sollte, künstlich beatmet. Infusionen versorgen das Kind mit Nährstoffen und regulieren seinen Flüssigkeitshaushalt. Ein Antibiotikum wird zusätzlich zu den Infusionen intravenös verabreicht. Feuchte, kühle Luft erleichtert die Atmung. Durch zusätzliche inhalative Medikamente und Cortison kann man erreichen, dass die Schwellung gut zurückgeht. Dennoch weisen auch heute noch die Epiglottitis-Fälle - auf Grund von späten Diagnosen und Therapien - eine Sterblichkeit von zehn bis 20 Prozent auf.

 

Autor: Redaktion / Katrin




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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft
vom Österreichischen Hebammengremium
www.hebammen.at


PDF Kehldeckelentzuendung_(Epiglottitis)-schwangerschaft.pdf [110,86 kB]

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