
Das Romarad ist ein besonderer Gebärstuhl, der in der Geburtshilfe eingesetzt wird. Erfunden wurde dieses, einem Raumschiff ähnlich sehendes „Etwas“ von einem Schweizer namens Paul Degen, der nach einer Rückenoperation mehrere Monate lang bewusstlos im Bett verharren musste. Es besteht aus einem im Rad schwebenden Hocker, welcher der Schwangeren ein Gefühl der Schwerelosigkeit vermittelt und ein bisschen an eine Hängematte erinnert.
Ein großer Vorteil besteht darin, dass die Gebärende eine aufrechte Position beibehält und damit die Schwerkraft die Öffnung des Muttermunds unterstützt und die Durchblutung im gesamten Becken fördert. Es kann sowohl sitzend, als auch liegend entbunden werden, da das Romarad ein sehr flexibler Stuhl ist. Auch einem Hohlkreuz während der Geburt kann man gut vorbeugen, da eine Überstreckung des Rückens nur schwer möglich ist. Zusätzlich hat man die Möglichkeit die Beine in dafür vorgesehene Laschen zu geben und sich mit den Händen an eigenen Schlaufen festzuhalten. So ist gewährleistet, dass die Schwangere während der Pressphase eine optimale Unterstützung hat.
Ebenfalls ein Vorteil ist, dass man seinen Körper durch die Haltung voll mit einsetzen, aber trotzdem entspannen kann - dies ist durch das Schaukeln und die damit verbundene Schwerelosigkeit gewährleistet. Zum Romarad gib es auch eine Fernsteuerung, die sowohl von der Hebamme, als auch von der Gebärenden bedient werden kann. Außerdem kann der Partner von hinten tröstend und beruhigend seiner Frau durch Massagen und Streicheleinheiten zur Seite stehen. Auch der Schutz des Dammes ist am Romarad gewährleistet und auch die Wehen werden von vielen Schwangeren als weniger schmerzhaft empfunden. Die Geburt wird im Vergleich zur Rückenlage im Entbindungsbett zu einem selbst bestimmten Erlebnis. Die Mutter-Kind-Beziehung ist zum Zeitpunkt der Geburt intensiver, da die Mutter durch die aufrechte Haltung viel bewusster miterlebt, wie ihr Kind geboren wird.
Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses moderne Hilfsmittel eine durchaus attraktive Möglichkeit ist, welche viele Möglichkeiten und Unterstützung bietet, jedoch nichts für Frauen ist, die zur „Seekrankheit“ neigen.
Autor: Redaktion / Katrin
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