
Die Entstehung des Gebärhockers geht bis ins 15. Jahrhundert zurück, wo er geschichtlich erstmals als Gebärstuhl erwähnt wurde. Zurückzuführen ist das bereits auf die alten Ägypter, die damals bereits wussten, dass es einfacher ist, ein Kind in aufrechter Position zu gebären, als in liegender Position. Der Gebärhocker in der heutigen Zeit, welcher übrigens aus der Schweiz kommt, ist ein kleines Sesselchen ohne Lehne mit einer Aussparung für den neuen Erdenbürger, der geboren werden soll. Diese Aussparung hat zusätzlich noch den Vorteil, dass die Gebärende ein wenig Orientierung beibehält, wohin sie pressen soll. Oftmals findet man zusätzlich zum Hocker noch Seile, die an der Decke des Raumes befestigt sind, an denen Frau sich festhalten und klammern kann.
Die Gebärende sitzt auf dem Gebärhocker in aufrechter Position, wobei es dem werdenden Vater immer möglich ist, sie von hinten zu stützen, zu halten und beizustehen, was von den meisten Frauen als sehr angenehm empfunden wird. Es gibt allerdings auch Frauen, die zu viel Nähe des Partners in dieser Stress-Situation nicht aushalten können - in so einem Fall kann man die Nähe auch ganz schnell wieder lösen und die werdende Mutter ist in der Lage sich vor und zurück zu bewegen wie sie gerne möchte.
Es wird empfohlen, den Gebärhocker nur in der Endphase der Geburt zur Hilfe zu nehmen. In der Regel wird die Geburt durch den Gebärhocker beschleunigt, da die Schwerkraft natürlich ihr Übriges tut und das Pressen somit um Einiges leichter vonstatten geht.
Autor: Redaktion / Katrin
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