Der Gebärmutterhals ist durch einen zähen Schleimpfropf, den Zervixschleim verschlossen. Dieser ist dafür verantwortlich, dass es in der Gebärmutter keine ungebetenen Gäste, wie Bakterien oder Viren gibt, also Keime die Infektionen auslösen und möglicherweise ihre Schwangerschaft gefährden könnten. Dieser Schleim verändert sich zyklisch. Außerdem gibt er Aufschluss über die momentane Fruchtbarkeit einer Frau. Sie können den Zervixschleim auch mit den Fingern oder mit dem Toilettenpapier untersuchen. Ist er dickflüssig, minimal in der Menge und eher klebrig oder klumpig, sind Sie nicht empfängnisbereit. Zur Zeit des Eisprungs wird vermehrt Schleim gebildet, der deutlich dünnflüssiger ist und zähflüssig zwischen den Fingern oder am Toilettpapier spinnbar ist, das heißt er zieht Fäden. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung lässt er in den fruchbaren Tagen die Samenzellen hindurch. Während das Milieu der Scheide eher sauer ist, bietet der alkalische Zervixschleim den Samenzellen ein günstiges Klima zum Überleben. Die Ursache für die vermehrte Schleimbildung ist eine erhöhte Östrogen – Produktion des Körpers, bis zum Eisprung.
Wenn Sie dann einmal schwanger sind, hat der Schleimpfropf die Aufgabe Ihr kleines Baby in der Gebärmutter zu schützen und den Gebärmutterhals zu verschließen. Die Beschaffenheit des Schleims weist jedoch keine wesentliche Veränderung auf. Kurz vor der Geburt löst sich der bei allen Frauen bekannte Schleimpfropf, welcher leicht schleimig, blutig, und von rosa bis bräunlich ist. Viele Frauen merken gar nicht, dass er abgeht, andere entdecken einen größeren Schleimklumpen in der Unterhose und bei manchen löst er sich überhaupt erst während der Geburt. Dies ist auch nicht weiter tragisch. Das Abgehen des Schleimpfropfs am Ende der Schwangerschaft kündet die bevorstehende Geburt an, jedoch ist es schwer abzusehen, ob es nur mehr Stunden oder noch Tage dauern wird bis das Baby geboren ist. Sollte sich der Schleimpfropf während der Schwangerschaft zu früh lösen, sollte die Frau einen Gynäkologen oder eine Hebamme aufsuchen, um vorzeitige Wehen und Frühgeburtsbestrebungen auszuschließen.
Autor: Redaktion / Katrin
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