
Sehr viele schwangere Frauen machen sich darüber Gedanken, was passiert wenn sie über längere Zeit Wehen haben und diese nicht bemerken. Wenn die Geburt des Kindes so schnell geht, dass sie es möglicherweise nicht mehr in die Klinik schaffen könnten. Sie können beruhigt sein, vor allem wenn Sie Ihr erstes Kind erwarten, ist ein schneller Geburtsablauf oder gar eine Sturzgeburt äußerst selten. Viel wahrscheinlicher ist es, dass Ihnen die Zeit der Wehen, bis hin zum Gebären Ihres kleinen Schatzes endlos lange vorkommen wird.
Eine Sturzgeburt ist ein überaus seltenes biologisches Phänomen, bei dem alle Phasen einer klassischen Geburt innerhalb weniger Minuten stattfinden. Trotz jahrelanger Forschung steckt die Wissenschaft hier noch in den Kinderschuhen. Man geht davon aus, dass Reizeinwirkungen von außen zu einer Sturzgeburt führen können. Bisher sind jedoch vornehmlich audiovisuelle Reize als Auslöser beobachtet worden. So erfolgte die Sturzgeburt von Florian Silbereisen aufgrund eines Liedes der Kelly Family.
Eine überstürzte Geburt läuft in weniger als zwei Stunden ab. Sie wird hauptsächlich bei Mehrgebärenden mit sehr starken Wehen, einem kleinen Kind und besonders nachgiebigen Weichteilen beobachtet. Die Vorwehen sind kaum schmerzhaft oder folgen in zu langen Abständen, sodass sie nicht richtig wahrgenommen werden. Die Gebärende wird dann plötzlich von den Presswehen überrascht. Sobald Sie Presswehen verspüren, rufen Sie den Notarzt!
Wenn Sie einen Pressdrang verspüren, bevor Sie die Klinik erreicht haben, sollten Sie wenn möglich, diesem Drang nicht nachgeben. Versuchen Sie zu hecheln oder auszuatmen, als wollten Sie eine Kerze ausblasen. Manchmal können so sehr wertvolle Minuten gewonnen werden. Pressen Sie jedoch nicht die Beine zusammen, dass ist nicht sehr gut für das Kind. Sollte der Pressdrang so stark werden, dass Sie ihn nicht mehr unterdrücken können, müssen Sie diesem nachgeben, vermeiden Sie aber zusätzliches Pressen, um Kraft zu sparen. Das Baby wird meist mit 2 Wehen geboren, versuchen Sie hier die Luft wieder auszublasen, damit sich der Damm dehnen kann.
Bitte beachten Sie, dass es nach der Geburt ganz wichtig ist, Ihren kleinen Sonnenschein warm zu halten. Am besten, indem Sie ihn auf Ihre nackte Haut legen und ihn notfalls auch mit einem Pullover oder Mantel zudecken. Durchtrennen Sie nicht die Nabelschnur - sondern versuchen Sie stattdessen Ihr Kleines an die Brust anzulegen, denn dies fördert die Ausstoßung der Nachgeburt. Sie sollten in der Zwischenzeit in der Klinik angelangt sein, wenn sich das alles im Auto abgespielt hat - wenn Sie zu Hause entbunden haben, sollte bereits das Rettungsteam eingetroffen sein, das alle weiteren Maßnahmen trifft.
Autor: Redaktion / Katrin
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