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Bild einer Frau mit Schwangerschaftsbauch | Gestose in der Schwangerschaft
Gestose in der Schwangerschaft

Gestose in der Schwangerschaft




Gestose ist ein Überbegriff für schwangerschaftsbedingte Stoffwechselerkrankungen, deren Ursachen weitestgehend unklar sind. Man unterscheidet hier zwischen Frühgestosen, welche im 1. Trimester auftreten, und Spätgestosen, welche im 3. Trimester auftreten. Das 2. Trimester wird auch als Toleranzstadium bezeichnet und bleibt daher meistens von Gestosen verschont.

 

Gestose teilt man in 2 Haupt-Kategorien

Zu den Frühgestosen zählt beispielsweise die Schwangerschaftsübelkeit, die in den meisten Fällen tatsächlich nur in den ersten 3 Monaten auftritt und sich dann wieder verabschiedet. Komplizierter ist es da schon bei den Spätgestosen, welche in 7 Kategorien unterteilt werden:

 

1. Gestationshypertonie: liegt vor, wenn Ihr Blutdruck vor der Schwangerschaft normal war, und Sie in der Schwangerschaft an Bluthochdruck leiden (der zweite Wert steigt hier auf über 90mm/Hg), wobei im Urin kein Eiweiß zu finden ist.

 

2. Gestationsproteinurie: liegt vor, wenn Sie nachweislich vermehrt Eiweiß im Urin haben, jedoch nicht an Bluthochdruck leiden. Vor der Schwangerschaft hatten Sie weder das eine, noch das andere Symptom.

 

3.Präeklampsie: dies ist eine Kombination der ersten beiden Gestosen, was soviel heißt, wie Bluthochdruck in Kombination mit Eiweiß im Urin, sowie vermehrte und generalisierte Wassereinlagerung im Gewebe. Wenn man diese Art der Gestose nicht behandelt, kann sie zur Lebensbedrohung werden. Außerdem kann es zur Mangeldurchblutung der Plazenta, des Gehirns, der Nieren und der Leber kommen.

 

4. Eklampsie: die Eklampsie ist eine ausgeweitete Form der Präeklampsie. Zu den oben genannten Symptomen kommen noch Krämpfe, oder das „ins Koma fallen“ der Schwangeren.

 

 

5. Chronische Hypertonie: ist eine bestimmte Form von Bluthochdruck, welcher vor der 20. SSW auftritt und noch bis zu 40 Tage nach der Geburt gemessen wird.

 

6. Chronische Nierenerkrankung: hier wird ein erhöhter Eiweißgehalt im Urin verzeichnet, welcher schon vor der 20. SSW auftritt und bis zu 40 Tage nach der Geburt gemessen wird. Wenn Sie jedoch schon vor der Schwangerschaft an einer Nierenerkrankung litten, kann das Eiweiß im Urin durchaus schon in einem früheren Stadium der Schwangerschaft zu chronischen Erkrankungen führen.

 

7. Chronische Hypertonie mit Propfeklampsie: wenn Sie schon vor der Schwangerschaft an einem Bluthochdruck gelitten haben und dieser nun in der Schwangerschaft wieder auftaucht. Hierzu zählen auch alle Gruppen von „Bluthochdruck“ & „Eiweiß im Urin“, die man nicht eindeutig diagnostizieren kann.

 

Suchen Sie in jedem Fall einen Arzt auf und klären Sie die weitere Vorgehensweise einer eventuellen Behandlung gut ab, damit es Ihnen und Ihrem Baby weiterhin gut geht!

 

Autor: Redaktion / Katrin




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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft
vom Österreichischen Hebammengremium
www.hebammen.at


PDF Gestose_in_der_Schwangerschaft-schwangerschaft.pdf [112,23 kB]

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