
Während der Schwangerschaft wird das Schambein, unter dem Einfluss weiblicher Geschlechtshormone, gelockert. Dies stellt einen normalen Vorgang dar, der aber in seltenen Fällen verstärkt auftreten und Beschwerden verursachen kann.
Bei schwachem Bindegewebe kommt es dabei zum Auseinanderweichen der Knochen an der Schambeinfuge und zu einer Instabilität im Becken. Die Schambeinlockerung verursacht starke Schmerzen beim Gehen und Sitzen. Frauen, die eine Symphysenschädigung haben, fallen durch einen "Watschelgang" auf und sind nicht in der Lage, auf einem Bein zu stehen. Sie klagen über Schmerzen bei jeder Bewegung. Das Abtasten der Schambeingegend verursacht Schmerzen, die in Oberschenkel und Kreuzbein ausstrahlen. Typisch ist auch, dass in Rückenlage das Bein aus eigener Kraft nicht hoch gehalten werden kann. Auch das Drehen von der Rücken- in die Seitenlage ist nicht möglich.
Dementsprechend muss man sich auch auf starke Schmerzen beim Durchtritt des kindlichen Köpfchens einstellen und sich überlegen, ob man eine PDA zur Schmerzlinderung in Anspruch nehmen möchte. Vor und nach der Geburt wird strikte Bettruhe empfohlen. In schweren Fällen kann ein spezieller orthopädischer Stützgürtel angepasst werden.
Autor: Redaktion / Andrea
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