
Fit und gut gelaunt durch die Schwangerschaft: Werdende Mamis, die regelmäßig Sport machen, halten Figur und Kreislauf in Schwung und tanken auch mentale Power für den Kraftakt im Kreißsaal. Dabei sollten Sie aber einige Regeln unbedingt beachten.
Bei Jung-Eltern löst ihr Anblick meist ein nostalgisch gefärbtes Lächeln aus. Kinder können ihre Augen oft nur schwer von ihnen lösen und starren dann mit offenem Mund länger hin, als es die gute Erziehung eigentlich erlaubt. Schwangere Frauen, die in sportlichen Outfits joggen, walken, oder im Wasser ihre Runden drehen, sorgen für Aufsehen. Immer noch. Dabei gilt folgende Formel: Je größer der Bauch, umso mehr Blicke zieht er an. Mit dem fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft steigt aber auch der Anteil jener Blicke, die angesichts der sportlichen Schwangeren fragen: Ja, darf die denn das überhaupt? Die Antwort lautet – einen Schwangerschaftsverlauf ohne Probleme vorausgesetzt – grundsätzlich: Ja. Mehr noch: Werdende Mamis sollen sogar etwas für ihre Fitness tun.
Dabei sind aber einige wichtige Regeln zu beachten. Zum einen gilt: Finger weg von Sportarten mit einer relativ hohen Sturzgefahr. Auf Inlineskaten oder Reiten sollten Frauen in besonderen Umständen also eher verzichten – genauso wie auf Sportarten, bei denen häufiger und mehr oder weniger unsanfter Körperkontakt auf dem Programm steht. Beispiele: Judo, Karate, aber auch Mannschaftssportarten, wie Handball oder Basketball, sollten spätestens ab der zweiten Schwangerschaftshälfte tabu sein. Vorsicht auch bei Volleyball: Wegen der vielen Sprünge ist die Sturzgefahr nicht zu unterschätzen, auch mögliche Kollisionen mit den Mannschaftskolleginnen könnten dem ungeborenen Kind schaden.
Wichtig ist auch, dass der Sport mit Maß betrieben wird. Besonders intensive und schweißtreibende Sportarten, wie beispielsweise Badminton oder Squash, sind für werdende Mamis daher grundsätzlich eher ungeeignet, da sie kaum Schongang-kompatibel sind. Generell sollten Schwangere beim Sporteln nämlich nicht an oder gar über ihre Grenzen gehen, ein Puls von 140 Schlägen pro Minute sollte nicht überschritten werden. Statt spannenden Matches und der Jagd nach neuen (persönlichen) Rekorden sollten also eher sanfte, gelenksschonende Sportarten am Trainingsplan stehen. Tipp: Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Gynäkologen über mögliche Sportarten und die für Sie und das ungeborene Kind in Ihrem Leib geeignete Intensität.
Top-Sportarten für Schwangere sind zum Beispiel sanfte Gymnastik, Nordic Walken sowie Joggen. Tipp: Besonders beim Laufen empfiehlt es sich, mit dem „Talk Test“ dafür zu sorgen, dass Tempo und Belastung in einem gesunden Rahmen bleiben. Wenn Sie während dem Laufen plaudern können – zum Beispiel mit Ihrem Trainingspartner – ohne dabei Atemschwierigkeiten oder Seitenstechen zu bekommen, dann passt das Tempo. Bestens geeignet und bei den meisten werdenden Mamis auch sehr beliebt ist Schwimmen. Das Wasser trägt den Babybauch mit, weshalb sogar in den letzten Wochen und Tagen vor der Geburt ausgiebige Trainingseinheiten möglich sind. Außerdem ist Schwimmen eine Sportart mit besonders hohem Entspannungswert – und vor dem Kraftakt im Kreißsaal geht es ja nicht nur darum, die körperliche Fitness anzukurbeln, sondern auch mentale Stärke zu sammeln. Das kann übrigens mit Wasseryoga oder Wassershiatsu besonders gut gelingen. Hier stehen neben körperlichen Übungen auch die bewusste Steigerung des Wohlbefindens und das Arbeiten an der Entspannungs- bzw. Konzentrationsfähigkeit auf dem Programm – ideal also für Schwangere, die sich auch wenige Tage vor dem Geburtstermin rundherum wohl und entspannt fühlen wollen. Dabei hilft auch die Gewissheit, dass Sport in der Schwangerschaft verschiedenen Untersuchungen zufolge auch sehr gut für das ungeborene Kind ist.
Trainieren_fuer_den_Kraftakt_im_Kreisssaal-schwangerschaft.pdf [114,39 kB]
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