
„Im Uterus, in dem Universum, wo alles beginnt und aufgebaut wird, wohnt jenes Geschöpf, das uns erzieht, indem es uns seine vielfältigen Bedürfnisse offenbart...(Wir müssen) immer mehr von den Botschaften lernen, die uns der Embryo sendet, den Fötus zu prägen, der wiederum den Menschen in seiner Totalität bestimmt. Dadurch werden wir in den Besitz wahren Reichtums gelangen... (Alfred Tomatis „Klang des Lebens“).
Noch bis vor einigen Jahren wurde allgemein davon ausgegangen, dass Neugeborene kaum Empfindungen haben und sich an frühe Verletzungen nicht erinnern können. Von unserem erwachsenen Gedächtnis haben wir auch keine Erinnerung an diese früheste Lebenszeit: an die Zeugung, Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit. Die Spuren dieser Erfahrungen sind jedoch in unserem Körper gespeichert. Unser Körperbewusstsein vergisst nichts. Die Resultate der neueren Forschung belegen deutlich, dass diese Erfahrungen prägend für unser Lebensgefühl sind. Als mögliche Traumatisierungen kommen in Frage „nicht angenommen werden“ von den Eltern, Vergiftungen durch Narkosen, Drogen, Alkohol, Nikotin und auch chirurgische Interventionen, wie invasive Schwangerschaftsuntersuchungen, Kaiserschnitt und schwere Geburten. In den ersten intrauterinen Lebenserfahrungen liegt auch die Quelle unserer Vitalität und Lebensfreude. Diese Ressource wieder zugänglich zu machen und das eigene menschliche Potenzial zu befreien, ist die Aufgabe dieser neuen Therapien.
Da die pränatalen und perinatalen Traumen hauptsächlich im Körperbewusstsein gespeichert sind braucht es einen körperorientierten Zugang der Psychotherapie. Eine dieser neuen Therapien ist die Integrated Aquatic Therapy, die von dem amerikanischen Psychotherapeuten und Watsu-Praktizierenden David Sawyer entwickelt wurde. In den Einzelsitzungen im warmen Wasser wird mit dem Fokus auf der Heilung von Geburtstraumen und frühen Schockerfahrungen ein tiefe Kapazität an Nähe und Kontakt, Vitalität und Lebensfreude wieder erfahren.
Mit dem Wissen um die Bedeutung der intrauterinen Lebensqualität macht es Sinn präventiv mögliche Traumatisierungen beim Kind zu vermeiden und die Eltern-Kind Bindung zu stärken. Unterstützt wird dies durch eine gute Schwangerschaftsbegleitung, Geburtsvorbereitung / -begleitung und eben auch durch das Bearbeiten der eigenen Verletzungen und Erkennen der eigenen Ressourcen.
- Infektionskrankheiten, Fieber, offene Wunden
- Schwere Grunderkrankungen, die sich nicht mit warmem Wasser vertragen
- Blutdruckstörungen, die in warmem Wasser zu starkem Anstieg oder Abfall führen
- frische Wirbelsäulenoperationen
- psychische Erkrankungen, Einnahme von Psychopharmaka, Drogenabusus. Im Zweifelsfall die behandelnde Ärztin/Therapeutin zu Rate ziehen.
- Vorzeitige Wehen sind für die erfahrene Wasser-Hebamme keine generelle Kontraindikation, geht es hier doch meist um Stress, Ängste, Beziehungsprobleme.
- Wie ist die Ausbildung des Anbieters
- Wie ist die Kontaktaufnahme mit dem Anbieter, werden Ihre Fragen ernst genommen
- Bei Gruppenarbeit: Wie groß sind die Gruppen
- Besonders bei der Einzelarbeit im Wasser achten Sie auf Ihr Gefühl, ob Sie sich bei dem Menschen „richtig“ fühlen
- Wassertemperatur: sollte bei AquaYoga und Geburtsvorbereitung zwischen 32 bis 35 ° liegen. Bei Watsu/Wata und perinataler Traumaarbeit zwischen mindestens 34 bis maximal 36°
- Wasserqualität: wird die Qualität des Wassers regelmäßig überprüft, ist das Wasser ohne Einschränkungen für Schwangere oder Kranke geeignet? Manche Heilthermen sind es nicht, da das Wasser zu starke und kreislaufbelastende Inhaltstoffe hat.
- Falls Sie zu Infektionen neigen, klären Sie mit Ihrem Arzt und dem Anbieter welche vorsorgende Maßnahmen Sie setzen können.
- Wie ist die Wassertiefe (Können Sie gut stehen)
- Gibt es einen geschützten Rahmen, besonders bei der Einzelarbeit
Autor: Claudia Schachner
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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft vom Österreichischen Hebammengremium www.hebammen.at |
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Praenatales_und_perinatales_Seelenleben-schwangerschaft.pdf [113,85 kB]
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