
Wenn Kleinkinder durch die Fähigkeit, sich selbst vorwärts zu bewegen, einen neuen Grad an Selbständigkeit erlangen, sind sie ganz besonders auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen: Mami und Papi sollten die Wohnung, bzw. das Haus „krabbelsicher“ machen, bevor ihr kleiner Liebling sein Bewegungstalent auslebt!
Sie können sich weder vorwärts- noch rückwärts bewegen und den eigenen Kopf nicht heben. Wenn sie auf dem Bauch liegen, müssen sie so lange in dieser Position bleiben, bis sie jemand auf die Seite oder auf den Rücken dreht. Frisch geschlüpfte Babys sind in Sachen Bewegung auf die Hilfe der Eltern angewiesen. Doch dann geht alles ganz schnell: Analog zu den übrigen Fähigkeiten entwickelt sich auch die Motorik in Riesenschritten, und etwa ab dem zehnten Monat setzen die meisten Babys mit den ersten selbständig zurückgelegten Zentimetern punkto Bewegung einen Meilenstein. Damit vergrößert sich schlagartig ihre „Welt“ – schließlich können die neugierigen Kleinen endlich ihre Umgebung erforschen.
Das Tischtuch – auf dem neben Messern, Gabeln und Löffeln womöglich noch ein Teller mit heißer Suppe steht – wird zur beweglichen Aufstehhilfe, das Bücherregal zur Kletterwand und die Lade mit den Putzmitteln zum interessanten „Feinkost“-Laden. Wenn Babys endlich mobil genug sind, ihre Umwelt zu erforschen, lauern an allen Ecken und Enden Gefahren. Zur entscheidenden Minimierung der Gefahrenquellen reicht in der Regel ein Budget von etwa 70 Euro, ein Einkauf in einem Kinderfachgeschäft oder Einrichtungshaus und ein Nachmittag zur Montage der wichtigsten Sicherheits-Tools.
Zur Basis-Ausstattung einer krabbelsicheren Wohnung gehören auf jeden Fall Türstopper, Ladenverschlüsse, Fenstersperren, Herdschutzgitter und – je nach Beschaffenheit des Hauses – Treppenschutzgitter. Stürze sind für Kleinkinder besonders gefährlich, weil es dabei leider oft zu Kopfverletzungen kommt. Immer wieder kommt es auch zu Verbrühungen durch heiße Speisen, wenn der Topf auf dem Tisch steht und das Kind am Tischtuch zieht. Experten raten deshalb zu einem Verzicht auf Tischtücher. Viele Verbrennungen und Verbrühungen passieren auch im Badezimmer. Eine laut Experten unterschätzte Gefahr, die wegen der dünnen Babyhaut zu schwersten Verletzungen führen kann, mittels Temperaturregler aber ausgeschaltet werden kann.
Ein Nachmittag genügt, um eine Wohnung krabbelsicher zu machen: Überprüfen Sie als erstes, welche Maßnahmen Sie noch treffen müssen. Anschließend können Sie alle nötigen Teile in größeren Baumärkten, Einrichtungshäusern und Baby-Fachgeschäften besorgen. Die Installationen selbst sind im Handumdrehen erledigt, einzig der Temperaturbegrenzer im Bad erfordert etwas Bastel-Geschick.
Autor: BabyExpress
So_wird_Ihre_Wohnung_krabbelsicher-schwangerschaft.pdf [117,58 kB]
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