stillvorbereitung

Brüste auf die Stillzeit vorbereiten

Eine enorme Veränderung erfahren die Brüste der schwangeren Frau. Die anfängliche Empfindlichkeit der Brustwarzen ist vielleicht etwas zurückgegangen, dafür hat sich aber inzwischen die Pigmentierung des Warzenhofes verstärkt. Er ist dunkler und auch größer geworden. Die Größe und das Gewicht der Brüste haben sich verändert. Bei den meisten Frauen ist eine enorme Gewichtszunahme der Brüste festzustellen. Dies ist der Grund dafür, dass manche Frauen glauben, einen BH tragen zu müssen, was aber nicht für alle zwingend notwendig ist. Meines Erachtens kann und wird eine Schwangere selbst entscheiden, was sie benötigt und was hilfreich für sie ist. Dass dieser Schwangerschafts-BH elastisch, gut sitzend und am besten aus einem atmungsaktiven Material, wie Baumwolle oder Seide sein sollte, versteht sich von selbst.

Wie wichtig eine Massage für den Körper ist, habe ich schon im Kapitel Schwangerschaftsstreifen erwähnt, das gilt natürlich erst recht für die wachsenden Brüste. Verwenden Sie am besten Ihr Lieblingsöl, das Sie auch für den Bauch benutzen. Massieren Sie die Brüste kräftig und mit gleichmäßigem Druck von außen in Richtung der Brustwarzen, stern- und kreisförmig. Dies ist der erste Weg, um die Brust auf die Stillzeit vorzubereiten. Durch diese regelmäßige Massage kann jede Frau ihre Brüste kennen lernen und wird sich bewusst werden, dass sie ein ganz wichtiges Organ sind, und nicht nur ein Symbol der Sexualität.

 

Tipps zum Abhärten der Brust für die Stillzeit

  • Waschen Sie sich regelmäßig mit kaltem Wasser und rauem Lappen.
  • Trocknen Sie sich mit einem rauen Handtuch ab.
  • Rubbeln Sie dabei mit dem flachen Handteller die Brustwarzen. Fassen Sie die aufgerichteten Warzen mit Daumen und Zeigefinger und rollen sie kräftig zwischen den Fingern. Bürsten Sie mit einer weichen Bürste die Haut stern- und kreisförmig vom Brustansatz in Richtung Brustwarze, auch die Warzen zart miteinbeziehen.
  • Drücken Sie die Warzen am Warzenhofrand einige Male kräftig zusammen, wie es später durch den Kieferdruck des Kindes geschieht.
  • Massieren Sie dann die Brust mit einem gutem Massageöl (z.B. dem Schwangerschaftsstreifenöl mit den ätherischen Ölen von Lavendel, Linaloeholz, Neroli und Rose auf der Basis von Mandel-, Nachtkerzen-, Sonnenblumen- und Weizenkeimöl).
  • Versuchen Sie einen Tropfen Vormilch auszustreifen, indem Sie eine Brust mit einer Hand umfassen und mit leichtem Druck nach vorne streifen, dabei dann am Warzenhofrand kräftig zusammendrücken. So können die Milchgänge freigelegt und aktiviert werden. Somit können Sie einen möglichen Milchstau am Anfang der Stillzeit vermeiden.
  • Zum Schluss können Sie eine Scheibe Zitrone auf die Warzen legen, um die Haut derb und widerstandsfähig werden zu lassen.
  • Genießen Sie nach Möglichkeit öfter ein Sonnenbad mit bloßer Brust, und versuchen Sie einige Stunden am Tag das BH-Tragen zu vermeiden, denn die normale Reibung der Warzen an der Kleidung ist die simpelste Art der Abhärtung.

 

Bitte fangen Sie langsam und vorsichtig mit dem Abhärten an, gehen Sie im Abstand von einigen Tagen immer einen Punkt vor und machen so lange weiter, wie Sie es gut ertragen können.

Sollte die Vorbereitungsprozedur trotz aller Vorsicht tatsächlich schmerzhaft sein, dann geben Sie mehrmals täglich einen Tropfen Lavendel extra 10% in Jojobawachs auf die Warze oder befeuchten sie mit Orangenblüten- oder Rosenhydrolat, das wirkt ebenso beruhigend und heilend. Wohltuend ist auch der Rosenbalsam.

 

Autor: Ingeborg Stadelmann

Fotocredit: vectorfusionart; Burnt Red Hen/Shutterstock.com

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