Schwangerschaft: die Fehlgeburt

Mit dem Begriff „Fehlgeburt“ verbinden Sie sicherlich ganz spontan bestimmte Vorstellungen und Erzählungen von Frauen, die bereits eine Fehlgeburt erlitten haben. Was genau ist aber eine Fehlgeburt?

 

Vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft: die Fehlgeburt

Als Fehlgeburt oder Abort wird die vorzeitige Beendigung einer Schwangerschaft mit oder ohne Ausstoßung des abgestorbenen Ungeborenen mit einem Gewicht von unter 500 Gramm und vor Beginn der 24. Schwangerschaftswoche verstanden. Die meisten so bezeichneten Fehlgeburten passieren unbemerkt während der ersten 12 Schwangerschaftswochen. Diese „Spontanaborte“ haben ganz verschiedene Ursachen. Eine außerplanmäßige Blutung wird meist gar nicht mit der Möglichkeit einer Fehlgeburt in Verbindung gebracht. Etwa 50 Prozent aller befruchteten Eizellen entwickeln sich nicht weiter, sondern gehen spontan zu Grunde. Etwa 30 Prozent aller Frauen sind so – bemerkt oder unbemerkt – im Leben einmal oder mehrere Male von einer Fehlgeburt betroffen. Wiegt das Kind bereits mehr als 500 Gramm und tritt der Abort nach dem Beginn der 24. Schwangerschaftswoche ein, spricht man von einer Totgeburt.

 

Ursachen für eine Fehlgeburt

Evolution ist Selektion: Schon im frühesten Stadium werden Erbgutstörungen, Störungen bei der Einnistung und Immuntoleranzen vom Körper erkannt. Der Embryo entwickelt sich nicht weiter. Natürlich gibt es auch andere Ursachen. Krankheiten, körperliche Hemmnisse oder Stress bei der Frau können eine Fehlgeburt auslösen. Auch Drogen, Alkohol, Impfungen oder zu viel Koffein können dem beginnenden Leben vorzeitig ein Ende setzen.

 

Wie macht sich eine Fehlgeburt bemerkbar?

Bauchschmerzen, wehenartige Schmerzen, aber auch Fieber und Ausfluss können Anzeichen für eine drohende oder bereits in Gang befindliche Frühgeburt sein. Wichtig: Begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung! Ihr Arzt wird – je nach Schwangerschaftsstadium – durch eine Kontrolle des Schwangerschaftshormons HCG oder Ultraschall feststellen können, ob eine Fehlgeburt droht oder bereits erfolgt ist.

 

Fehlgeburt: Trauer und Schmerz

Abseits von allen medizinischen Aspekten ist eine Fehlgeburt für eine Frau und für das Paar eine immense psychische Belastung. Selbsthilfegruppen oder Psychotherapie helfen, das Erlebte zu bewältigen. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe von Ärzten und Therapeuten anzunehmen – Schmerzen der Seele sind genauso ernst zu nehmen wie körperliche Schmerzen.

 

Autor: Redaktion / Sabine

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