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Foto von einem gepuckten Baby | Pucken
Pucken

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Es handelt sich beim Pucken um eine wieder entdeckte und an heutige Bedürfnisse angepasste, althergebrachte Methode des Wickelns von kleinen Babys. In manchen östlichen Kulturen und bei Naturvölkern wird bis heute gepuckt. Richtig angewendet, ist diese Methode sicher und hat einen beruhigenden Effekt - nicht nur auf das Baby.

 

Die kleinen Winzlinge haben nämlich nicht immer nur das Bedürfnis in Freiheit herumzustrampeln. Manchmal, und gerade in der Anfangszeit Ihres Abenteuers Leben, sehnen sie sich nach dem engen, begrenzten Raum, den sie bereits aus dem Mutterleib kennen. Pucken vermittelt dem kleinen Winzling dieses Gefühl. Es spürt sich, kann sich bewegen, befindet sich aber trotzdem in einer warmen und begrenzenden Hülle, die ihm Sicherheit und Ruhe gibt – zusätzlich können Sie so sichergehen, dass Ihr Baby nicht auskühlt, denn die Körpertemperatur zu regulieren muss auch erst trainiert werden. Wegen der angenehmen Wärme schlafen gepuckte Babys meistens sogar besser ein, haben überdies längere REM – Phasen und weniger Blähungen. Zudem werden durch diese besondere Wickeltechnik auch unkontrollierte Bewegungen der Arme verhindert, mit denen sich die Kleinen oft ohnehin nur selbst erschrecken und aufwecken.

 

Die von vielen Babys nicht unbedingt geliebte, aber empfohlene Rückenlage wird durch Pucken häufig besser akzeptiert. Das Risiko des plötzlichen Kindstods soll laut neuester Studien durch Pucken verringert werden. Bei Säuglingen, die aufgrund von cerebralen Schädigungen oder nach traumatischen Geburtserfahrungen überdurchschnittlich viel schreien, wird die Schreidauer durch Pucken signifikant reduziert. Natürlich muss gleichzeitig dem natürlichen Bedürfnis des Babys nach Nähe (zur Mutter) Rechnung getragen werden.

 

Bevor Sie die Methode ausprobieren, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Baby satt, trocken und nicht müde ist. Hören Sie mit dem Einwickeln auf, sobald Ihr Baby etwa einen Monat alt ist, da es sonst die Mobilität und die Entwicklung einschränkt. Wenn Ihr Baby anfängt, die Decke wegzustrampeln, ist das ein Zeichen dafür, dass es diesen Schutz nicht mehr nötig hat.

 

Um Ihr Kleines richtig zu Pucken, gehen Sie wie folgt vor:

 

1. Breiten Sie eine Baumwolldecke auf einer ebenen Oberfläche aus, und falten Sie die obere rechte Ecke etwa 15 Zentimeter weit nach innen.

 

2. Legen Sie Ihr Baby so mit dem Rücken auf die Decke, dass der Kopf auf der gefalteten Ecke liegt.

 

3. Ziehen Sie die Ecke auf der linken Seite Ihres Babys quer über den Körper, und verstauen Sie den äußersten Zipfel an der rechten Seite unter seinem Rücken.

 

4. Falten Sie die untere Ecke hoch bis unter das Kinn Ihres Babys.

 

5. Legen Sie schließlich die rechte Ecke über den rechten Arm Ihres Babys, und verstauen Sie den Zipfel auf der linken Seite unter dem Rücken. Sie können Ihr Baby auch so einwickeln, dass die Arme frei bleiben, falls Ihr Baby mehr Bewegungsfreiheit wünscht.

 

Autor: Redaktion / Katrin




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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft
vom Österreichischen Hebammengremium
www.hebammen.at


PDF Pucken-schwangerschaft.pdf [108,79 kB]

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