Schwangerschaft – 9 Monate voller Freude, Neuem und Ängsten

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Egal ob Sie die Schwangerschaft herbeigesehnt haben oder sie eine Überraschung für Sie war, mit dem positiven Schwangerschaftstest ändert sich plötzlich alles. Und gleichzeitig auch noch gar nichts.

Gerade wenn Sie dem Stichtag entgegenfiebern (oder fürchten), stellt sich die Frage, ab wann kann eine Schwangerschaft überhaupt festgestellt werden? Die Antwort finden Sie in unserem Artikel hier.

Hat sich Ihr Verdacht bestätigt, stellt sich gleich die nächste Frage, nämlich jene nach dem Geburtstermin. Diesen können Sie mit unserem Geburtsterminrechner einfach herausfinden.

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

Die ersten Anzeichen der Schwangerschaft zeigen sich meistens ab der 8. oder 9. Schwangerschaftswoche. Doch Garant ist es keiner. Denn jede Frau ist und jede Schwangerschaft verläuft ganz individuell. Manche haben sogar immer noch ihre Periode trotz Schwangerschaft.

Manche Frauen berichten schon vor dem Ausbleiben der Periode von typischen Schwangerschaftsanzeichen. Diese können zwar ein Indikator sein, aber gerade wenn Sie einer Schwangerschaft entgegenfiebern, spielt Ihnen Ihr Gehirn gerne einen gemeinen Streich. Sichere Anzeichen für eine Schwangerschaft zeigen sich meist erst später bzw. nach dem Ausbleiben der Periode.

Zu den üblichen ersten Schwangerschaftsanzeichen gehören Übelkeit und Geruchsempfindlichkeit. Die Übelkeit kann bis zu regelmäßigem Erbrechen führen. Wenn Sie sich oft und regelmäßig übergeben, sollten Sie darauf achten, dass Sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn zu schnell kann eine Dehydrierung eine große Gefahr für Sie und Ihr Baby werden.

Viele schwangere Frauen, oder besser gesagt das Umfeld einer Schwangeren, spüren enorme Stimmungsschwankungen.  Diese sind völlig normal, denn Ihr Körper geht durch eine schwerwiegende Veränderung. Ihr Hormonhaushalt stellt sich komplett um. Natürlich leidet darunter auch Ihre Stimmungslage. Bei manchen bewirkt eine Schwangerschaft ein wahres Stimmungshoch. Der Rausch der Glücksgefühle macht schwangere Frauen zu immer lächelnden Gemütern. Viele sprechen hier auch von dem berühmten „Strahlen“ einer Schwangeren.

Doch Stimmungsschwankungen können auch viel schlimmere Ausmaße annehmen. Immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist das Wort „Depression“. Dabei sind Depressionen in der Schwangerschaft  viel häufiger als wir denken. Denn mit dem Entstehen eines neuen Lebens kommen Existenzängste, Angst vor Veränderung und vieles aus der eigenen Kindheit und Vergangenheit, das man längst vergessen hat, kommt wieder hoch. Es ist kein Grund sich zu schämen, doch definitiv ein Grund aktiv zu werden und sich Hilfe zu suchen.

Blutungen  gehören ebenfalls zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft. Sie fallen gering aus und zeigen, dass sich Ihr Baby weiter in der Gebärmutterschleimhaut einnistet.

Krankheiten und Beschwerden  in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen gelten für jegliche Erkrankung als Risikopatienten. Denn durch die Verbindung mit dem reifenden Baby können jegliche Krankheitserreger sofort auf das Baby übertragen werden, welches noch keine Immunabwehr hat, um sich zu schützen.

Kinderkrankheiten, wie Ringelröteln  zum Beispiel, können für Schwangere sehr gefährlich werden.

Ein eher unangenehmes Thema jedoch ebenfalls eine Gefahr für Sie und Ihr Baby ist Scheidenpilz. Ihr Baby ist zwar durch einen Schleimpfropf von der Außenwelt zusätzlich getrennt, jedoch ist er kein Garant, dass keine Keime in Ihren Uterus gelangen können. Sie sollten bei Verdacht auf Scheidenpilz also dringend Ihren Arzt aufsuchen und eine Behandlung starten.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie Ihrer Zahnpflege während der Schwangerschaft schenken. Denn so trivial es klingt, aber Zahnfleischentzündungen und Karies können Ihrem Baby ernsthaft schaden.

Die österreichische Apothekerkammer veröffentlichte ein Video, in dem Sie erfahren, welche Medikamente in der Schwangerschaft erlaubt sind.

Körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft

Mit jeder Schwangerschaft verändert sich der Körper einer Frau für immer. Während viele sich auf die ersten Rundungen freuen, hadern viele Frauen mit diesen. Dehnungsstreifen sind ein heikles Thema in der Schwangerschaft. Sie können praktisch überall am Körper aufscheinen, nicht nur am Bauch und wenn sie einmal da sind, verschwinden sie nicht mehr. Trotzdem gibt es Tipps und Tricks, wie Sie Dehnungsstreifen vorbeugen können.

Eine der am meisten beanspruchten Körperteile während der Schwangerschaft ist Ihr Beckenboden. Mit jedem Tag nimmt das Gewicht, das auf diese Muskelpartien drückt, zu. Daher empfehlen sich einfache Beckenbodenübungen bereits im Frühstadium der Schwangerschaft. Je mehr Vorarbeit Sie hier leisten, desto besser klappt nach der Schwangerschaft die Rückbildung.

Doch noch ein Teil Ihres Körpers wird durch das zunehmende Gewicht beansprucht: Ihr Rücken und Ihre Bandscheiben. Auch hier empfehlen sich leichte Übungen zur Stärkung des Rückens bereits vor der Schwangerschaft, spätestens jedoch, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind. Denn einen Bandscheibenvorfall wollen Sie bestimmt nicht riskieren. Wir haben für Sie auch Tipps und Tricks bei Rückenschmerzen zusammengestellt.

Viele Frauen werden in den ersten Wochen der Schwangerschaft besonders geruchsempfindlich. Auch hier gehört der veränderte Hormonhaushalt zu den Auslösern. Ihr Körper reagiert auf kleinste Reize sehr sensibel. Diese führen dann gerne zu Übelkeit und Erbrechen.

Schmerzen im Unterleib können Sie in jedem Stadium der Schwangerschaft einholen. Dahinter stecken je nach Abschnitt der Schwangerschaft unterschiedliche Gründe. Gerade am Beginn ist die Einnistung des Embryos manchmal mit Schmerzen und Krämpfen verbunden. Später können lockere Bänder und Sehnen dahinterstecken. Ihr Körper macht mehr Platz für Ihr Baby und plötzlich drücken Stellen aneinander, die vorher durch Ihre Bänder und Sehnen gut gestützt waren. Im letzten Drittel der Schwangerschaft können auch Senkungswehen diese Schmerzen im Unterleib auslösen.

Mehrlingsschwangerschaften

Wird bei einem Ultraschall festgestellt, dass Sie mehr als ein Baby erwarten, gelten Sie automatisch als Risikoschwangerschaft. Grund dafür ist, dass es häufiger zu Komplikationen kommt als bei Einlingsschwangerschaften.

Schwangere Frau bei Gynäkologen
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Untersuchungen während der Schwangerschaft

Sobald Ihr Gynäkologe einen Herzschlag feststellen kann, erhalten Sie einen Mutter-Kind-Pass. In diesem werden alle Untersuchungen während der Schwangerschaft aber auch später bei Ihrem Neugeborenen und heranwachsenden Kind festgehalten.

Zusätzlich zu den Grunduntersuchungen, die in Ihrem Mutter-Kind-Pass enthalten sind, können Sie Untersuchungen vornehmen lassen, die Sie selbst bezahlen müssen. Dazu gehören Organ-Screening, 3D-Ultraschalls, zusätzliche Bluttests usw.

In den letzten Jahren hat die Pränataldiagnostik starken Eindruck auf Schwangere gemacht. Viele Schwangere können sich eine Schwangerschaft ohne zusätzliche Untersuchungen gar nicht mehr vorstellen. Gerade Schwangere über 35 Jahren  lassen zusätzliche Untersuchungen durchführen um das Risiko des Down Syndroms  zu kennen. Ist dieses besonders erhöht, können weitere Untersuchungen, wie zum Beispiel eine Fruchtwasseruntersuchung Klarheit bringen. Da diese invasiven Untersuchungen aber nicht ohne Risiko kommen, empfehlen Ärzte vorher einen Triple Test, um ein genaueres Bild zu bekommen.

Die sympathische YouTuberin Mamabirdie erzählt in Ihrem Video von ihrem ersten Besuch beim Frauenarzt in der 7. Schwangerschaftswoche.

Ernährung in der Schwangerschaft

Viele Schwangere entwickeln, sobald sie den positiven Schwangerschaftstest in Händen halten, ein neues Bewusstsein für sich und ihren Körper. Plötzlich nähren alle Lebensmittel, die sie zu sich nehmen, nicht nur sie selbst sondern auch ein unschuldiges Ungeborenes, das Entscheidungen nicht für sich selbst treffen kann. Gesunde Ernährung ist den meisten Schwangeren sehr wichtig, um ein gesundes Baby  zu haben.

Einige Frauen haben auch schon vor der Schwangerschaft Ihre Ernährung umgestellt, um Ihre Fruchtbarkeit zu verbessern.

Grundsätzlich ist eine gesunde Ernährung natürlich wichtig für Sie und Ihr Baby. Übertreiben müssen Sie es aber trotzdem nicht. Wichtig ist, dass Sie auf die richtigen Nährstoffe  achten. Sie müssen nicht um jeden Schokoriegel einen großen Bogen machen. Stellen Sie Ihre Ernährung nämlich radikal um, besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie diese nicht beibehalten können und frustrierte Fressattacken erleiden. Kleine Veränderungen sind der Schlüssel für eine gesunde Ernährung. Selbstverständlich sind Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft tabu – ohne Ausnahme. Auch einige Lebensmittel wie zum Beispiel Rohmilchkäse oder Salami, müssen in der Schwangerschaft vermieden werden. Denn rohe Lebensmittel können Keime und Bakterien in sich tragen, die Ihrem Baby schaden können.

Ein besonders umstrittenes Thema ist Koffein. Während einige Schwangere auf Kaffee und Co komplett verzichten, gönnen sich andere eine Tasse Kaffe oder Tee zum Frühstück oder beim Freundinnen-Treff im Kaffeehaus. Auch die Expertenmeinung ist hier nicht immer eindeutig.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie genug trinken. Wie schon erwähnt, alles, was Sie Ihrem Körper zuführen, muss nicht nur für Sie selbst reichen, es muss auch Ihr Baby miternähren. Und der Körper einer schwangeren Frau wird immer zuerst das Baby versorgen, was zur Folge hat, dass Sie einen Mangel davontragen, wenn Sie nicht ausreichend auf sich achten. Gerade wer im Hochsommer hochschwanger ist, sollte so viel Wasser wie nur möglich trinken.

Besonders wichtig ist die richtige Ernährung bei Diabetes.

Zwar sollten Sie mit Ihrer Ernährung die Nährstoffe für sich und Ihr Baby zu sich nehmen, aber für zwei essen müssen Sie trotzdem nicht. Der Kalorienbedarf ist nämlich nicht plötzlich doppelt so hoch.

Möchten Sie mit Nahrungsergänzungsmittel sicherstellen, dass Sie alle wichtigen Nährstoffe und Mineralien zu sich nehmen, sollten Sie die Packungsbeilage gründlich lesen und Ihren Arzt um Empfehlungen fragen. Denn viele herkömmliche Mittel sind für Schwangere nicht geeignet.

Man möchte glauben, dass gesunde Ernährung nur für Schwangere entscheidend ist. Aber auch werdende Väter sollten Ihre Ernährung überdenken. Denn schon bald ist ein Neugeborenes im Haus und die Belastung auf Körper und Geist steigt. Wer vorher schon auf sich und seinen Körper achtet, findet es leichter in diesen stressigen Zeiten auf Rücklagen zurückgreifen zu können.

Sport und Yoga während der Schwangerschaft
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Sport in der Schwangerschaft

Neben gesunder Ernährung ist auch ausreichend Bewegung und Fitness wichtig um Sie und Ihr Baby gesund zu halten. Waren Sie schon vor der Schwangerschaft sportlich, spricht in den meisten Fällen nichts dagegen, Sportarten wie Radfahren, Yoga oder schwimmen weiter auszuüben.

Sport in der Schwangerschaft  ist wichtig und sollte unbedingt fix in Ihren Tagesablauf eingeplant werden. Zusätzlich zu Ihrem üblichen Sportprogramm sollten Sie für die späteren Monate in der Schwangerschaft einen Kurs für Schwangerschaftsgymnastik  planen. Dieser wird Ihnen dabei helfen sich auf die Geburt vorzubereiten und Ihren Körper für die Monate nach der Geburt zu stärken.

Schön durch die Schwangerschaft

Während des zweiten Schwangerschaftsdrittel kommt irgendwann der Punkt, an dem nichts mehr wirklich passen will. Viele Frauen fragen sich, wann der Zeitpunkt für Umstandsmode gekommen ist. Verallgemeinern lässt sich das allerdings nicht. Während eine Frau sich schon auf die Umstandshosen freut, graut der anderen vor den riesigen Schlüpfern.  Sie sollten also immer jene Kleidung tragen, in der Sie sich wohlfühlen und in der gerade am Unterleib nichts zwickt. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Ein großes Highlight ist Ihre Hochzeit. Sollten Sie während der Schwangerschaft heiraten, ist das Brautkleid natürlich ein besonderer Hingucker. Viele Designer und Marken haben für diese ganz besondere Hochzeit eigene Linien geschaffen.

Bei Mehrlingsschwangerschaften zeigt sich das Bäuchlein oftmals früher als bei Einlingsschwangerschaften. Gerade gegen Ende der Schwangerschaft kann es daher schwierig werden, noch die richtigen Kleidungsstücke zu finden.

Viele Schwangere fragen sich gerade in der ersten Schwangerschaft: Wie viel Kleidung brauche ich eigentlich wirklich? Bevor Sie also dem Shopping-Wahn verfallen, fragen Sie am besten im Freundes- und Familienkreis nach, ob noch jemand Umstandsmode zu Hause hat. Die meisten Mamas teilen gerne und geben Ihnen Säckeweise Umstandsmode. Doch so viel brauchen Sie gar nicht.

Die meisten Schwangeren färben Ihre Haare bis zur Geburt Ihres Kindes nicht, aber ist das wirklich nötig? Wir haben für Sie recherchiert. Finden Sie die Antwort hier.

Während der Schwangerschaft bekommen manche Frauen trockene Haut. Bei manchen betrifft es nur bestimmte Stellen, leiden andere am ganzen Körper unter unangenehmem Jucken und Reizungen. Diese können Sie mit reichhaltigen Cremes in den Griff bekommen. Achten Sie bei jedem Produkt, das Sie verwenden, auf die Inhaltsstoffe. Die Haut ist unser größtes Atmungsorgan. Alle Inhaltsstoffe gelangen daher direkt in unser Kreislaufsystem. Viele Cremes enthalten eine Reihe von Stoffen, bei denen Sie das nicht möchten.

Hebammen

Sobald Sie damit beginnen sich auf die Geburt vorzubereiten, stellt sich auch die Frage, ob Sie von einer Hebamme betreut werden möchten. Wir haben für Sie einige Artikel zusammengestellt, in denen wir Ihnen näherbringen möchten, was eine Hebamme wirklich macht und in welchen Bereichen sie Sie und Ihre Familie unterstützen kann.

Frauen feiern Babyshower
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Babyparty und Erstausstattung

Babypartys erfreuen sich auch in Österreich immer größerer Beliebtheit. Der amerikanische Brauch bringt vorwiegend Frauen zusammen um die werdende Mama zu verwöhnen und sie zu beschenken. Jede Babyparty hat ihre Must-Haves.

Die Erstausstattung für Ihr Baby  ist meist etwas, womit Sie sich monatelang beschäftigen. Kinderwagen oder Trage, Wiege oder Familienbett, fixer Kindersitz  oder Trage  – die Liste ist nicht enden wollend. Verzagen Sie aber nicht! Nehmen Sie sich einen Punkt nach dem anderen vor.

Geburt

Im dritten Schwangerschaftsdrittel werden Sie sich umfangreich mit den Geburtsvorbereitungen beschäftigen. Wichtig ist die richtig gepackte Tasche für’s Krankenhaus. Wenn Sie einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen möchten, sollten Sie diesen schon frühzeitig buchen. Viele beliebte Kurse sind monatelang vorher schon ausgebucht.

Nach der Schwangerschaft

Nach der Geburt ist Ihr Körper im Ausnahmezustand. Mit Rückbildungsgymnastik und die Stärkung Ihres Beckenbodens (https://www.schwangerschaft.at/beckenbodentraining-nach-der-geburt/) verdienen nun besondere Aufmerksamkeit. Viele Frauen fragen sich auch, ob ihr Busen wieder straff wird, wenn Sie mit dem Stillen aufhören.

 

Redaktion: Kerstin

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