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Sport während der Schwangerschaft

Werdende Mütter sind häufig unsicher bezüglich ihres Verhaltens während der Schwangerschaft und dem, was ihrem Baby schadet. Das gängige Gerücht, Sport sei in der Gravidität schädlich, widerlegen diverse wissenschaftliche Studien, beispielsweise die John Hopkins University in Baltimore. Im Gegenteil ist er in den richtigen Dimensionen förderlich für Mutter und Kind.

 

Welches Training ist erlaubt und worauf ist zu achten?

Abhängig davon, wie sportlich die Frau im Allgemeinen ist, ist auch das bedenkenlose Pensum während der Gravidität. Betätigt sich eine werdende Mutter oft sportlich, hat sie bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft keine Probleme dies fortzusetzen. Voraussetzung ist, dass sie einige Vorsichtsmaßnahmen einhält. Weniger aktiven Müttern raten Ärzte von körperlicher Betätigung nicht ab, empfehlen sie jedoch nur in Maßen und ohne Überanstrengung. Sportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren sind bedenkenlos.

 

Bei dem Training achtet die gravide Frau auf den Körper und dessen Signale. Treten Schmerzen auf, besonders in den Gelenken, ist der Schongang angesagt. Grundsätzlich gilt Sport in der Schwangerschaft als gesund. Durch die körperliche Betätigung stärken Frauen ihre Abwehrkräfte, fördern die Versorgung mit Sauerstoff und das Kind trainiert mit. Begleitbeschwerden, wie Wassereinlagerung, starke Gewichtszunahme und Depressionen lindert die Aktivität. Die Geburt ist in vielen Fällen leichter und die Erholung im Wochenbett geht schneller voran.

 

Manche Sportarten eignen sich besser für werdende Mütter als andere. Auf Kampfsport, Reiten oder Skifahren verzichten sie aufgrund der Unfallgefahr. Große Höhen, starke Hitze oder Tauchen gefährden die Gesundheit von Mutter und Kind. Schwimmen, Radfahren, Walking oder muskelstärkende Aktivitäten wie Pilates und Yoga sind empfehlenswert. Erstere entlasten die Gelenke, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass Beschwerden auftreten, gering ist.

 

Um Komplikationen zu vermeiden, passt die werdende Mutter das Sportpensum dem Fortschreiten der Schwangerschaft an. Bauchumfang und Beschwerden im letzten Drittel, erfordern oftmals, die körperliche Betätigung zu reduzieren. Manche Aktivitäten, wie Schwimmen und Radfahren sind bei normalem Verlauf bis kurz vor der Entbindung unbedenklich.

 

Beim Training der Bauchmuskeln ist ein wenig Vorsicht geboten, es ist aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Die schräge und seitliche Bauchmuskulatur zu trainieren, ist bis zur Geburt kein Problem. Ab der 20. Schwangerschaftswoche verzichten Frauen, die ein Kind erwarten, auf dynamische Kräftigungsübungen. Isometrische Übungen, das bedeutet solche, bei denen Schwangere die Muskulatur ohne Bewegung anspannen, sind in Ordnung. Übungseinheiten für einen Sixpack bei Frauen fallen während dieser Zeit behutsam aus.

 

Wann ist zur Vorsicht zu raten?

Manche Sonderfälle legen nahe, dass die werdende Mutter sich nicht sportlich betätigt. Das ist die Ausnahme, aber unbedingt zu beachten. Auf Sport verzichtet:

  • wer mehr als ein Kind erwartet,
  • diejenige Schwangere, bei der Probleme mit Rücken oder Hüftgelenken bestehen oder bestanden,
  • die werdende Mutter, bei der die Plazenta tief liegt,
  • diejenige, bei der Bluthochdruck oder andere Krankheiten bekannt sind,
  • wer im Vorfeld von einer Fehl- oder Frühgeburt betroffen war,
  • wer starke Schmierblutungen zu beklagen hat,
  • die Frau, bei der ein Risiko für Frühwehen besteht.

 

Mit einem Baby im Bauch ist es für die Mutter nicht gut, sich zu verausgaben. Dies bedeutet nicht, dass jegliche Anstrengung verboten ist, aber ein gewisses Maß ist nicht zu überschreiten. Schwindel, Atemnot, vaginale Blutungen oder Wehen setzen dem Sport ein schnelles Ende. Tritt eines dieser Symptome auf, ist ein sofortiger Trainingsabbruch erforderlich und ein Besuch beim Arzt anzuraten.

 

Die Grundregel für Sport während der Schwangerschaft ist, dass schwangere Frauen dies vorher mit dem Arzt besprechen. Er entscheidet, ob ein Risiko besteht oder nicht. Liegen keine akuten Gründe vor, die der Gesundheit des Kindes oder der werdenden Mutter schaden, ist Sport in anderen Umständen empfehlenswert.

 

Fotocredit: Martina Birnbaum/Shutterstock.com

 

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