Kinderwunsch – Ihr Weg zum Wunschkind

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Der Moment ist gekommen – der Kinderwunsch ist da! Egal ob Sie in einer Partnerschaft leben oder planen alleinerziehend zu sein, Sie haben den Entschluss gefasst, ein Kind zu bekommen. Wir möchten Sie dabei auf www.schwangerschaft.at in jedem Stadium begleiten.

Ich will Mutter werden

Der Kinderwunsch erwacht in den meisten Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Manche Mädchen planen so früh wie möglich Mutter zu werden und sehen in der Mutterrolle die Erfüllung Ihres Daseins.

Andere Frauen werden erst später dazu berufen, möchten erst beruflich eine finanzielle Sicherheit für die werdende Familie aufbauen, reisen, die Welt gesehen haben, um dann zurückzutreten und Ihr Leben in die Erfüllung eines anderen Menschen, eines Kindes, stellen zu können.

Wann also der der beste Zeitpunkt gekommen ist, um schwanger zu werden, ist eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung. Aus biologischer Sicht betrachtet, eignen sich die 20er Jahre einer Frau am besten. Bis zu einem Alter von 35 gelten Schwangerschaften für sonst gesunde Frauen als risikolos. Doch 35 Jahre scheinen eine magische Zahl in der Gynäkologie zu sein. Denn auch wenn Sie einen gesunden Lebensstil führen und weder Über- noch Untergewicht haben, gelten Schwangerschaften bei Frauen ab 35 als risikobehaftet. Das heißt aber nicht automatisch, dass Sie auch tatsächlich risikoreicher sind.

Dass Schwangerschaften aber auch mit 40 noch möglich sind, doch warum es schwierig werden könnte, erklärt Dr. Brunbauer der Wunschkind Klinik in seinem YouTube-Video.

Wie werde ich schnell schwanger?

Meist kommt mit dem Kinderwunsch eine wahre Euphorie auf. Die meisten Paare können es kaum erwarten einen positiven Schwangerschaftstest in Händen zu halten. Tatsächlich gibt es einige Tipps und Tricks, wie Sie bei Kinderwunsch eine Schwangerschaft begünstigen können.

Schwanger durch Hypnose? Ein neuer Trend, der sich neben Hypno-Birthing aufgetan hat. Dabei geht es vor allem darum psychische Blockaden zu eliminieren, die Sie unbewusst von der Erfüllung Ihres Kinderwunsches abhalten.

Für die meisten ist es sonnenklar, wie Babys grundsätzlich entstehen. Aber wussten Sie, dass Sie pro Monat nur etwa zwei Tage lang schwanger werden können? Sperma überlebt in der Gebärmutter bis zu fünf Tage. Möchten Sie also schwanger werden, sollten Sie jeden zweiten bis dritten Tag Sex haben, vor allem in jenem Zeitraum, in dem Ihre fruchtbaren Tage  sein können. Unser Rechner unterstützt Sie dabei herauszufinden, wann Ihre fruchtbaren Tage sind. Wir haben weitere interessante Fakten für Sie, wie Sie eigentlich schwanger werden.

Zum einen begünstigt ein gesunder Lebensstil von beiden Partnern eine gewünschte Schwangerschaft. Ausgewogene Ernährung und Sport halten Sie und Ihren Partner nicht nur fit sondern auch fruchtbar. Planen Sie eine Schwangerschaft, ist die Einnahme von Folsäure schon vor dem positiven Schwangerschaftstest ratsam. Denn eine Schwangerschaft verlangt dem Körper einer Frau viel ab. Ist Ihr Körper aber gesund und stark, wird dies Ihre Fruchtbarkeit begünstigen.

Doch auch andere Faktoren können eine Schwangerschaft beeinflussen. So sollte Ihr Partner nicht in die Sauna gehen, in ein heißes Vollbad  oder in ein Whirlpool steigen. Die erhöhte Temperatur mag sich zwar angenehm anfühlen, doch für das männliche Sperma ist es im wahrsten Sinne des Wortes tödlich. Die Spermienzahl kann dadurch verringert werden, was zu schlechteren Chancen beim Kinderwunsch führt. Trägt Ihr Liebster gerne enge Hosen, sollte er auf weitere Kleidung umsteigen, bis die ersehnte Schwangerschaft eingetreten ist. Denn enge Kleidung macht in der Lendengegend seinen Schwimmern zu schaffen und beeinträchtigt seine Zeugungskraft.

Selbst beim sehnlichsten Kinderwunsch sollten Sie sich nicht unter Druck setzen. Denn Stress, egal in welcher Form, wirkt sich am häufigsten auf Ihre Fruchtbarkeit aus. Oft werden Paare jahrelang nicht schwanger, ohne dass es dafür einen gesundheitlichen Grund gibt. Viele geben dann auf und siehe da, wenige Monate später zeigt sich ein positiver Schwangerschaftstest. Grund dafür ist, dass sich das Paar nicht mehr unter Druck setzt, es gelassen angeht, vielleicht sogar andere Projekte im Leben startet und plötzlich fällt das schwanger werden ganz leicht.

Eine Schwangerschaft bei Übergewicht kann für Sie und Ihr ungeborenes Kind gefährlich sein. Präeklampsie oder Schwangerschaftsdiabetes sind nur zwei der möglichen Komplikation, die Sie und Ihr Baby erwarten könnten.

Gehören Sie zu jenen Paaren, die gerne alles planen, gibt es auch hier einige Hilfsmittel, die bei Kinderwunsch helfen.

Versuchen Sie zum Beispiel schon länger schwanger zu werden, kann Ihnen die Temperaturmethode helfen. Doch dabei müssen Sie in jedem Fall viel Geduld mitbringen. Denn über mehrere Wochen hinweg müssen Sie die Ihre persönliche Temperaturkurve erst kennenlernen. Auch das Messen selbst sollte immer auf dieselbe Art geschehen, denn schon Abweichungen im Zehntelbereich können das Ergebnis Ihrer Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Erfahren Sie mehr in unserem Artikel zum Thema Temperatur messen und wie Sie damit sogar auf natürliche Art verhüten  können.

Selbst bei der größten Vorfreude sollten Sie dem Kinderwunsch bis zu zwölf Monate Zeit geben. Vor allem dann, wenn Sie in den Jahren davor hormonelle Verhütungsmethoden verwendet haben. Ihr Körper benötigt einige Zeit um zu seinem natürlichen Rhythmus und seiner Fruchtbarkeit zurückzufinden.

Je älter Sie als Frau sind, wenn sich der Kinderwunsch breit macht, desto länger kann es dauern, bis dieser erfüllt wird. Selbst wenn Sie rein theoretisch mit 50 Jahren schwanger werden können,  stellt sich die Frage, ob Sie das Risiko eingehen möchten. Denn nicht für Sie selbst in eine Schwangerschaft im mit fortgeschrittenem Alter ein Risiko sondern auch für Ihr ungeborenes Kind. Behinderungen, geistig wie physisch, und lebenslange Krankheiten und Beeinträchtigungen können die Folge sein.

Bleibt die gewünschte Schwangerschaft aber auch nach einem Jahr noch aus, haben Sie diverse Möglichkeiten, wie einen Eisprungrechner  genützt und für sich und Ihren Partner einen gesunden Lebensstil etabliert, können Sie Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt halten. Er kann Ihren Körper mit einer hormonellen Behandlung beim Kinderwunsch unterstützen.

Neugeborene
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Bub oder Mädchen

Viele Paare gehören zur „Hauptsache-gesund“-Fraktion. Es ist ihnen nicht wichtig, ob Sie einen Buben oder ein Mädchen haben werden. Doch manche möchten dem Zufall doch etwas auf die Sprünge helfen und das Geschlecht ihres Babys beeinflussen.

Möglich ist das, aber Garantie gibt es keine. Die Entscheidung fällt, welche Spermazelle des Mannes das Ei befruchtet. Ist es eine X-Zelle, bekommen Sie ein Mädchen, ist es eine Y-Zelle, erwarten Sie einen Buben. X- und Y-Zellen haben unterschiedliche Charakteristika. So schwimmen die Y-Zellen schneller und sind somit als erstes bei der Eizelle. Ist diese allerdings noch nicht bereit befruchtet zu werden, sterben die Y-Zellen sehr bald ab. X-Zellen kommen zwar später am Ziel an, doch sie leben dafür länger.

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Bin ich schwanger?

Vermuten Sie bereits, dass Sie schwanger sind, doch Sie sind sich noch nicht ganz sicher? Ein Schwangerschaftstest kann Ihnen darüber Klarheit verschaffen, ob Ihr Kinderwunsch erfüllt wird. Dieser misst den HCG-Wert in Ihrem Urin. Egal ob online oder im Geschäft, achten Sie beim Kauf des Schwangerschaftstests darauf, ab wann Sie diesen verwenden können. Die meisten Schwangerschaftstests können Sie ab dem 1. Tag der überfälligen Periode verwenden. Es gibt jedoch auch Früh-Schwangerschaftstests, die Sie bereits zwei bis drei Tage vor Ihrer fälligen Periode verwenden können. Allerdings sind diese weniger aussagekräftig bzw. hat Ihr Körper vielleicht noch nicht ausreichend HCG gebildet um auf einem Früh-Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis zu erzeugen. Der Kinderwunsch könnte aber dennoch erfüllt sein.

Meist ist ein Schwangerschaftstest das erste „Beweisstück“ für eine Schwangerschaft. Denn Anzeichen dafür, dass Ihr Kinderwunsch erfüllt wurde, treten meist erst später ein. Außerdem spielt Ihnen Ihr Gehirn bei einem Kinderwunsch auch gerne einen Streich. Viele Frauen mit Kinderwunsch berichten jeden Monat von einem Ziehen in der Brust oder Übelkeit, die in Ihnen die große Hoffnung wecken. In den wenigsten Fällen steckt allerdings eine Schwangerschaft hinter den Symptomen.

Nicht zu unterschätzen sind die ersten Tage nach einem positiven Schwangerschaftstest. Waren Männer bis zu diesem Zeitpunkt eher „desinteressiert“ am Thema Kinderwunsch, reagieren viele nun mit Unsicherheit und Angst. Plötzlich wird es real. Der Kinderwunsch wird erfüllt! Die Folgen sind aus heutiger Sicht noch nicht absehbar.

Bei allem Überschwang sollten Sie die Gefühle Ihres Partners in dieser Situation ernst nehmen. Vielleicht sind Sie ja selbst auch verunsichert und fragen sich, ob das auch wirklich eine gute Idee war? Wichtig ist, dass Sie zusammenhalten und Probleme, Sorgen, Ängste gemeinsam besprechen und bewältigen. Und bewahren Sie die Ruhe: Sie haben noch Monate Zeit, bis Ihr kleiner Sonnenschein das Licht der Welt erblickt. Bis dahin haben Sie sich an den Gedanken gewöhnt.

Bei den meisten werdenden Eltern ist die Schwangerschaft eine wunderbare Zeit der Vorfreude, des Zusammenhalts und der Planung. Sie werden sich auf ganz neue Art und Weise verbunden fühlen. Und das ist eine ganz besondere Erfahrung.

Enttäuschtes Paar in den Armen
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Unfruchtbarkeit – immer noch ein Tabuthema

Anfangs haben Sie noch voller Freude und Hoffnung Ihren engsten Freunden und Verwandten erzählt, dass Sie und Ihr Partner nun einen Kinderwunsch haben. Doch die Monate vergehen und die Fragen des Umfelds werden unangenehm. „Wie sieht’s denn aus?“, kommt es mit strahlenden Augen von allen Seiten. Doch die Antwort lässt Sie verzagen. Und irgendwann hören auch die Fragen auf.

Der Gedanke schleicht sich ein: Hier stimmt etwas nicht. Um die Ursache einer Unfruchtbarkeit feststellen zu können, müssen Sie sich von Ihrem Frauenarzt untersuchen lassen. Dabei kann die Unfruchtbarkeit sowohl bei Ihnen als auch bei Ihrem Partner oder sogar bei beiden vorliegen. Verzagen müssen Sie deshalb nicht. Denn in der modernen Medizin gibt es Möglichkeiten zur Behandlung einer Unfruchtbarkeit. Künstliche Befruchtung und IVFs sind heutzutage ebenfalls Standardprozeduren.

In den meisten Fällen liegt eine hormonelle Störung vor, wenn Sie oder Ihr Partner unfruchtbar sind. Auch Krankheiten während der Pubertät können eine Rolle spielen. Manchmal liegen aber auch organische Ursachen  vor. Hier können zum Beispiel operative Eingriffe den Kinderwunsch letztendlich doch noch wahr werden lassen.

Dr. Brunbauer von der Wunschklinik Dr. Brunbauer erklärt, wie es zur Diagnose einer Unfruchtbarkeit kommt.

Adoption – der Weg zum Wunschkind

Für manche Paare kann der Kinderwunsch mit einem leiblichen Kind einfach nicht erfüllt werden. Selbst IVFs bleiben ohne die lang ersehnte Schwangerschaft und trotzdem – der Kinderwunsch besteht weiterhin.

In diesen und auch anderen Fällen ist Adoption eine Möglichkeit den Kinderwunsch zu erfüllen. Doch auch hier ist der Weg kein leichter. Adoption in Österreich ist ein mehrjähriger, aufwändiger und kostspieliger Prozess. Mehr Klarheit bringt ein kostenloses Erstgespräch mit der Kinder- und Jugendhilfe des zuständigen Magistrats. Grundsätzlich müssen Sie mit der Durchleuchtung Ihres gesamten Lebens und Ihrer Vergangenheit einverstanden sein. Finanzielle Rücklagen, Einkommen, physische und psychische Krankheiten, Partnerschaft und andere Aspekte werden unter die Lupe genommen. In den meisten Fällen übernehmen Paare erst einmal die Pflegschaft für ein Kind, während der Adoptionsprozess voranschreitet. Als Pflegeeltern haben sie die Möglichkeit ein Kind erst einmal kennenzulernen und die häufigsten Probleme  zu bewältigen. Dabei erhalten Pflegeeltern viel Unterstützung seitens verschiedener Vereine und der Kinder- und Jugendhilfe.

Was viele nicht wissen: Sie können theoretisch auch als alleinstehende Person in Österreich ein Kind adoptieren. Ihre Chancen stehen aber viel geringer als jene von Paaren.

Viele denken, dass der Weg einer Auslandsadoption wäre der einfachere. Allerdings gilt es dabei zu berücksichtigen, dass die Adoptionsverfahren von zwei Ländern, dem Herkunftsland des Kindes und des in Österreich, durchlaufen werden müssen. In den meisten Fällen sind diese daher kostspieliger und langwieriger. Mittlerweile haben Länder wie zum Beispiel Kenia ein Verbot über Adoptionen ins Ausland verhängt, da um die Erhaltung der Kultur des Landes gefürchtet werden muss.

Wichtig ist, wenn Sie sich für eine Adoption im Ausland interessieren, eine seriöse Agentur aufzusuchen, die bei der Abwicklung des Adoptionsprozesses helfen kann. Meist gehören auch Support-Gruppen zum Programm, in dem sich werdende Adoptiveltern und Eltern, die den Prozess bereits hinter sich haben, austauschen können.

Eltern werden – ein langer Prozess

Egal ob Sie durch eine Adoption oder auf natürlichem Wege Eltern werden, der Weg dorthin ist ein langer und steiniger. Sich auf die Rolle vorzubereiten, kann Ihnen zwar einen Wissensvorsprung bieten, doch alle Mamas und Papas, die zum ersten Mal ihr Kind in den Armen halten, spüren die gleiche Ahnungslosigkeit. Und das ist auch völlig in Ordnung. Denn die Vorstellung vom Familienleben hat mit der Realität erst einmal gar nichts zu tun. Langsam werden Sie und Ihr Kind einen Draht zu einander finden. Und selbst wenn Sie das zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht ahnen oder sich vorstellen können, vielleicht stellt sich schon bald der Wunsch ein wieder schwanger zu sein und die Familie wachsen zu lassen.

 

Redaktion: Kerstin

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