blutungen zeichen

Blutungen als Zeichen des Geburtsbeginn

Leichte Blutungen bei Geburtsbeginn

In Verbindung mit regelmäßiger, meist noch leichter Wehentätigkeit, tritt irgendwann eine minimale Blutung ein. Es wird also ein wenig frisches, hellrotes Blut im Schlüpfer oder der Binde zu sehen sein. Auch dies ist ein Grund, gegen Ende der Schwangerschaft immer ein paar Binden oder Windeln in der Tasche dabei zu haben, denn Sie können nie sicher sein, wann eine Blutung oder ein Blasensprung eintritt. Bei Frauen, die während ihrer Periode zu starken Blutungen neigen, kann es vorkommen, dass von Geburtsbeginn an, meist die ganze Wehenzeit hindurch, eine ständige leichte Blutung vorhanden ist. Dies ist in keinem Lehrbuch nachzulesen, sondern diese Erfahrungen habe ich im Laufe meiner Berufsjahre gesammelt.

 

Leichte Blutungen zeigen an, dass sich der Muttermund öffnet

Diese hellrote Blutung ist ein Zeichen dafür, dass der Muttermund sich öffnet, allerdings sollte es nie zu einer periodenstarken Blutung kommen, nur ein so genanntes »Zeichnen« ist im Bereich des Normalen. Es ist sicher ratsam und allen schwangeren Frauen ein Bedürfnis, bei eintretenden Blutungen eine Hebamme oder eine Ärztin zu Rate zu ziehen. Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass hellrotes Blut, in Form eines Streifens in der Binde, kein Grund ist, in Sorge oder Panik zu geraten.

 

Doch wie meistens im Leben, wenn der Mensch »rot« sieht, ist seine Achtsamkeit erhöht, alle Sinne sind wach und darauf gerichtet, was nun weiter geschieht. Und genau dieses ist richtig. Seien Sie aufmerksam und achten Sie auf andere Zeichen, die auf einen Geburtsbeginn schließen lassen, wie:

  •  leichte hellrote Blutspur,
  •  ziehende Schmerzen in rhythmischen Abständen,
  •  regelmäßiges Hartwerden der Gebärmutter,
  •  Übelkeit, Brechreiz, ständiger Drang, Stuhl zu entleeren.

Fast immer dauert es nur einige Stunden, bis sich richtige Geburtswehen einstellen.

 

Hellrotes Blut und regelmäßige Wehen bei Geburtsbeginn

Sollten Sie schon regelmäßige mittelkräftige Wehen in etwa Fünf-Minuten-Abständen beatmen müssen und stellen fest, dass hellrotes Blut abgeht, dann ist dies der geeignete Zeitpunkt, die Hebamme zu rufen oder in ein Krankenhaus zu fahren. Die Erfahrung zeigt, dass bei einer Muttermundsweite von etwa fünf Zentimetern und noch mal bei acht Zentimetern eine leichte Blutung einsetzt. Bedenken Sie also, dass es sehr ratsam ist, um Hilfe zu fragen bei einer frisch roten Blutung, auch wenn Sie die Wehentätigkeit noch als gut erträglich empfinden.

 

Starke hellrote Blutungen

Bei Auftreten einer starken hellroten Blutung, also periodenstark oder stärker, wenn vielleicht sogar Blutklumpen mit herausfließen, gibt es nur eine Möglichkeit:

  •  sofort ein Krankenhaus aufzusuchen
  •  egal, wann der errechnete Termin der Geburt ist,
  •  ob Sie Wehen verspüren oder nicht.

Lassen Sie sich dann von keiner ungelegenen Tageszeit oder irgendwelchen anderen Unpässlichkeiten abhalten. Sollte Ihr Partner länger als eine Viertelstunde benötigen, bis er Sie abholen kann, dann rufen Sie lieber eine Nachbarin, ein Taxi oder die Rettungsleitstelle an. Es muss nicht sein, dass der werdende Vater bei Rot über eine Ampel rast, aber Sie sollten auch nicht unbedingt warten, bis im Fernsehen der spannende Krimi zu Ende ist. Sinnvoll ist es, dann noch kurz vorher in der Klinik anzurufen und mitzuteilen, dass Sie mit Blutungen auf dem Weg in die Entbindungsabteilung sind.

 

Eine starke Blutung, also stärker als eine Menstruationsblutung, frisch und hellrot, schwallweise oder in Klumpen, ist fast immer das Zeichen dafür, dass die Plazenta sich frühzeitig ablöst. Deshalb müssen Sie also wirklich dringend in ärztliche Hände, denn mit größter Wahrscheinlichkeit wird dann das Kind durch einen Kaiserschnitt zur Welt geholt werden müssen. Beim Lesen dieser Zeilen müssen Sie nun nicht vor lauter Angst und Panik Ihrem Mann mitteilen, dass er immer erreichbar sein muss, oder von der Oma verlangen, dass sie sich deshalb schon Wochen vorher parat halten muss. Eine solche drohende Plazentablösung ist ebenso selten wie die Wahrscheinlichkeit, sich beim Aufstehen ein Bein zu brechen. Bleiben Sie also gelassen. Das Leben hat viele akute Situationen zu bieten, aber nur wenige derart ernste und bedrohliche Momente erleben wir wirklich. Das Wichtigste für die letzten Wochen und Tage vor dem Geburtsbeginn ist: Ruhe, Gelassenheit, Zuversicht und Vertrauen zum Kind zu haben. Wir wissen, dass es im Frühling oft heftige Gewitter gibt, doch trotzdem freuen wir uns nach einem langen Winter auf die Zeit des Wachstums und der Blüte. So soll es nach einer langen Schwangerschaft auch sein.

 

Autor: Ingeborg Stadelmann

Fotocredit: ESB Professional/Shutterstock.com

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