Kommunkation in der Schwangerschaft

Beziehungsproblemen in der Schwangerschaft vorbeugen

Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Partner

Erst empfinden Sie die Schwangerschaft wie die zweiten Flitterwochen. Alles ist neu und aufregend und vielleicht haben Sie die Schwangerschaft schon lange herbeigesehnt. Doch nach den ersten Wochen beginnt meist die Schwangerschaft Realität zu werden. Mit den folgenden Tipps verhindern Sie, dass aus Kleinigkeiten ernsthafte Beziehungsprobleme während der Schwangerschaft werden.

Kommunikation zur Vorbeugung von Beziehungsproblemen

„Rede doch mit ihm“, dieser Satz sagt sich so leicht, doch den meisten Paaren fällt es sehr schwer sich dem Partner anzuvertrauen, wenn es um wirklich heikle Themen geht. Doch Sie sollten sich der Überwindung auf jeden Fall stellen. Denn Probleme und Sorgen zu ignorieren sorgt für schwerwiegende Beziehungsprobleme – nicht nur in der Schwangerschaft!

Fällt es Ihnen besonders schwer sich Ihrem Partner anzuvertrauen, sollten Sie sich fragen, woran das liegt. Wovor haben Sie Angst? Fürchten Sie die Reaktion Ihres Partners oder dass er Sie mit anderen Augen sehen könnte? Liegt die Ursache für Ihr Zögern bei Ihnen selbst oder hat Ihr Partner Ihnen in irgendeiner Weise vermittelt, dass Sie sich ihm nicht anvertrauen können? Finden Sie heraus, was wirklich der Grund ist und versuchen Sie dieses Problem zuerst zu lösen.

Haben Sie die Rahmenbedingungen für ein Gespräch geschaffen, sollten Sie Ihre Gründe, die Sie bisher zurückgehalten haben, als erstes anbringen.

Zum Beispiel:

„Ich möchte bitte mit dir reden. Ich habe nun so lange nichts gesagt, weil ich Angst vor deiner Reaktion hatte. Es ist mir wichtig, dass du mich verstehst, und ich habe Angst davor, dass du es nicht tust und ich mich dann mit meinem Problem noch einsamer fühle als ohnehin schon.“

So weiß Ihr Partner, dass Sie nun wirklich etwas Wichtiges besprechen möchten und dass von seiner Reaktion viel abhängt. Meist ist sich unser Gegenüber gar nicht bewusst, was ein lapidar dahingesagtes „Du übertreibst doch!“ in uns auslösen kann. Machen Sie ihn darauf aufmerksam, dass Sie sich wünschen verstanden zu werden und Ihr Partner hat die Möglichkeit sein Bestes zu tun um Sie wirklich zu verstehen.

Führen Sie Ihr Problem aus, sollten Sie auch dabei immer darauf achten, dass Sie Ihre Wahrnehmung schildern und Ihr Anliegen nicht in Form einer Beschuldigung ankommt.

Ein Beispiel:

„Ich fühle mich mit der Situation überfordert. Ich bin schwanger, ich schmeiße alleine den Haushalt und ich gehe auch noch arbeiten. Ich möchte auch arbeiten, wenn das Baby da ist, doch ich habe Angst, dass ich das nicht hinbekomme. Ich fühle mich von dir noch nicht genug unterstützt. Es würde mir sehr helfen, wenn wir einen Plan entwickeln könnten, an den wir uns beide halten, damit in Zukunft die Aufgaben im Haushalt zwischen uns beiden gerecht aufgeteilt werden.

Oder:

„Seit ich schwanger bin, fühle ich mich dick und ungeliebt. Mein Körper verändert sich und ich habe das Gefühl, dass du andere Frauen mit mehr Interesse als früher ansiehst. Das verletzt mich sehr! Ich habe Angst dich zu verlieren.“

Ich-Sätze sind hier der Schlüssel zur erfolgreichen Kommunikation. Bleiben Sie mit Ihren Schilderungen bei sich und lassen Sie sich nicht zu Aussagen hinreißen wie „Du glotzt jeder Frau hinterher, während ich neben dir stehe!“ Der Grund ist ganz einfach: Beschuldigungen bringen Ihren Partner in die Defensive. Und von dort gibt es nur eines: Verteidigung!

Schildern Sie allerdings Ihre Gefühlslage und tragen Ihr Herz auf der Zunge, wird Ihr Partner das erkennen und er wird versuchen Ihnen helfen zu wollen um die Situation zu verbessern.

Professionelle Hilfe

Kommen Sie im Vier-Augen-Gespräch nicht weiter, kann auch professionelle Hilfe gut tun. Davor sollten Sie auf keinen Fall zurückschrecken. Sie sind immerhin dabei eine Familie zu gründen und Ihre Kommunikationsfähigkeiten werden in Zukunft durch ein schreiendes Baby, schlaflose Nächte und volle Windeln zusätzlich beansprucht. Sorgen Sie jetzt für eine solide Kommunikationsbasis. Sie könnten es sonst in einem Jahr bereuen.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: KieferPix/shutterstock.com

 

Keine Kommentare

Kommentarbereich ist geschlossen.

Meist gelesene Beiträge