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Drogen in der Schwangerschaft

Drogen einzunehmen ist generell gefährlich – ob Sie nun schwanger sind oder nicht -, das steht außer Frage. Während der Schwangerschaft allerdings gefährden Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihr kleines, winziges Geschöpf, das sich mühsam den Weg ins Leben erkämpft und welches Sie in Ihrem Bauch tragen. Drogenkonsum während der Schwangerschaft kann definitiv die gesunde kindliche Entwicklung stören und im schlimmsten Fall sogar zu Fehl- oder Totgeburten führen.

 

Fakt ist, dass es nur sehr wenige Studien gibt, die sich mit der Frage beschäftigen, wie sich beispielsweise der Konsum von Cannabis auf die Schwangerschaft auswirkt. Da es sich jedoch um eine illegale Droge handelt, sind auch alle Antworten der Frauen, die in der Schwangerschaft Drogen konsumieren oder konsumiert haben, mit großer Vorsicht zu genießen. Viele dieser Untersuchungen belegen, dass das Risiko für eine Frühgeburt und vorzeitig einsetzende Wehen, unter der Einnahme von Cannabis während der Schwangerschaft ansteigt und das Geburtsgewicht des kleinen Erdneulings eher niedriger ist, als normalerweise. Es ist ebenfalls nachgewiesen, dass der, in Cannabis vorkommende, Stoff Delta – 9 – THC über die Plazenta in den Blutkreislauf des Fötus gelangt. Also auf jeden Fall lieber die Finger davon lassen – selbst wenn Sie sich denken: „ ist doch NUR Cannabis“.

 

Drogen wie XTC oder LSD während der Schwangerschaft führen zu Missbildungen beim Baby.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was denn Drogen wie XTC oder LSD erst anrichten können, wenn quasi die harmloseste aller Drogen schon solche Risiken mit sich bringt. Beide führen zu einer wesentlich höheren Missbildungsrate. Vor allem in Kombination mit anderen Drogen, wie Alkohol oder Kokain, kann die Einnahme solcher Drogen, wo noch nicht einmal alle Inhaltsstoffe bekannt sind, verheerende Folgen haben.

 

Speziell beim Konsum von Kokain wurden einige Tests durchgeführt, bei denen man feststellen konnte, dass das Geburtsgewicht der Babys in allen Fällen unter 2.500 Gramm war, oftmals eine vorzeitige Plazentalösung zu beobachten war, bis hin zum perinatalen Tod. Ebenso sind Hirnfehlbildungen und -aufbaustörungen bei Kokain-geschädigten Kindern häufiger. Hinzu kommen, besonders bei Crackkonsum der Schwangeren, starke Entzugserscheinungen des Neugeborenen.

 

Ähnliche Symptome einer passiven Abhängigkeit wie Zittern, Hypererregbarkeit, reduzierte Schlafzeiten, Hypertonie, schrilles Schreien, aber auch gastrointestinale Symptome, wie Erbrechen sowie hektisches, ineffektives Saugen, zeigen die Neugeborenen bei beispielsweise Heroin – abhängigen Müttern. Diese Entzugssymptome treten gewöhnlich in den ersten 24 Stunden nach der Geburt auf und ihre Dauer ist abhängig vom letzten Konsum der Mutter.

 

Fazit: Wenn Sie schwanger sind, lassen Sie die Finger von Drogen und machen Sie wenn nötig eine Therapie, in der Sie lernen, ohne die Drogen auszukommen und für sich und Ihr kleines Baby ein neues „drogenloses“ Leben anzufangen!

 

Autor: Redaktion/Katrin

Fotocredit: Konstantin Aksenov/Shutterstock.com

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