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HCG-Wert – was ist das?

Das humane Choriongonadotropin (HCG) besteht aus 2 Untereinheiten, der Alpha-Untereinheit mit 92 Aminosäuren und der Beta-Untereinheit mit 145 Aminosäuren. Die Beta-Untereinheit ist spezifisch für das HCG, während die Alpha Untereinheit auch noch in weiteren Hormonen, wie dem follikelstimulierenden Hormon oder dem luteinisierenden Hormon vorkommt.

HCG wird normalerweise in den Zellen der Plazenta (Mutterkuchen) und geringe Mengen auch in der Hirnanhangdrüse und im Hoden gebildet. Daher findet seine Bestimmung Anwendung bei der Schwangerschaftsbeobachtung, beim Schwangerschaftsnachweis und darüber hinaus zur Erkennung von Tumoren.

 

Schwangerschaftsbeobachtung – HCG Bestimmung

Die HCG-Bestimmung ist Teil des zwischen der 16. und 18. SSW durchgeführten so genannten Triple-Tests. Der Triple-Test ist eine Untersuchung des Blutes der werdenden Mutter. Er wird zwischen der 15. und 20. Schwangerschaftswoche (üblicherweise 16.-17. Schwangerschaftswoche) durchgeführt und beinhaltet die Bestimmung von 3 Hormonen im Blut der Mutter:

  •  Alpha-Feto-Protein (AFP)
  •  freies Estriol (E3)
  •  beta-Human-Chorion-Gonadotropin (beta-HCG).

Schwangerschaftsnachweis

Die meisten käuflichen Schwangerschaftstests bestimmen den HCG-Wert. Um sich bei Schwangerschaftsanzeichen zu vergewissern, dass auch tatsächlich eine Schwangerschaft vorliegt, wird oft das Vorhandensein des schwangerschaftserhaltenden Hormons HCG im Körper geprüft. Dieses Hormon kommt im Trophoblastengewebe vor, welches vom Fötus bzw. der Plazenta gebildet wird, weshalb es nur während der Schwangerschaft nachgewiesen werden kann. In den ersten Wochen der Schwangerschaft steigt die HCG-Konzentration im Blut stetig an, das heißt, dass sich ca. alle zwei Tage die Hormonwerte verdoppeln. Wenn die Werte über dem Normalbereich von 10 IU/I liegen, spricht das für eine Schwangerschaft.

HCG funktioniert so, dass es normalerweise am Ende des Monatszyklus einer Frau dazukommt, dass die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird und die Monatsblutung einsetzt. Ist es aber zu einer Befruchtung der Eizelle gekommen, und hat sich ein Embryo eingenistet, darf das nicht passieren. Und dafür sorgt das HCG. Es dient also auch ebenfalls zur Schwangerschaftserhaltung.

Im Vergleich zu den normalerweise sehr hohen Werten in der Schwangerschaft kommt es bei manchen Komplikationen der Schwangerschaft zu verminderten oder zu langsam ansteigenden Werten, weshalb Ihr HCG-Wert auch bei jeder Vorsorgeuntersuchung über die Urinprobe geprüft wird.

 

Autor: Redaktion/Katrin

Fotocredit: Jarun Ontakrai;Summer Photographer/Shutterstock.com

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