Künstliche Befruchtung

Künstliche Befruchtung – eine kurze Übersicht

Die sogenannte künstliche Befruchtung kann grob in zwei Verfahren eingeteilt werden, die bei Kinderwunsch zu einer Schwangerschaft führen sollen.

Künstliche Befruchtung: IVF – Invitrofertilisation

Bei der Invitrofertilisation erfolgt die Befruchtung der Eizelle mit einem Spermium außerhalb des Körpers der zukünftigen Mutter. Zunächst einmal wird die Produktion von möglichst vielen reifen Eizellen mittels Hormongaben provoziert. Zum Zeitpunkt des Eisprungs werden die reifen Eizellen per Punktion entnommen. Die Punktion erfolgt in einer kurzen Vollnarkose.

Sind die Eizellen gewonnen und auf Ihre Eignung hin überprüft, erfolgt die Spermiengewinnung. Mittels Masturbation oder mit Hilfe eines Schnittes in den Hodensack werden die Spermien gewonnen, die im Reagenzglas auf die reifen Eizellen treffen. Die Spermien befruchten die Eizellen nun auf natürliche Weise.

Künstliche Befruchtung durch ICSI (intracytoplasmatische Spermieninjektion)

Die ICSI geht noch einen Schritt weiter als die IVF. Bei der ICSI wird ein Spermium direkt in die gewonnene Eizelle injiziert. Es wird also eine künstliche Befruchtung ausgelöst.

In beiden Fällen werden die besten zwei bis drei Embryos durch einen Katheter, einen dünnen, flexiblen Schlauch, in die Gebärmutter eingebracht. Die restlichen Embryonen können aufbewahrt oder verworfen werden. Nun müssen sich die befruchteten Eizellen in der Gebärmutterschleimhaut einnisten. Ist auch dieses Unterfangen erfolgreich, ist der Beginn einer Schwangerschaft erfolgt.

Aufwand einer künstlichen Befruchtung

Regelmäßige Blutuntersuchungen, Hormontests und zum Teil schmerzhafte Injektionen sind im Rahmen einer IVF erforderlich. Die körperliche, psychische und finanzielle Belastung kann zum Teil sehr hoch sein, besonders dann, wenn das Unternehmen Kinderwunsch nicht zum Erfolg führt. Ein Vorteil der IVF ist, dass sie ambulant durchgeführt werden kann. Ein längerer Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich. Die Erfolgsrate der Invitrofertilisation liegt bei 25 Prozent.

Autor: Redaktion / Sabine

Fotocredit: gualtiero boffi/Shutterstock.com

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