abtreibung

Psychische Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs

Wenn eine Frau ungewollt schwanger ist und alle Möglichkeiten durchdacht hat, so bleibt manchmal auch nur der Ausweg eines Schwangerschaftsabbruches. Natürlich sind die Gründe vielseitig und ganz sicher hat die Frau diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen.

Und wie bei allen Entscheidungen wird man auch hier erst im Nachhinein sicher wissen, ob man das Richtige getan hat. Aus diesem Grund werden sehr viele Studien durchgeführt, um die psychische Belastung einer Frau, die abgetrieben hat zu erkennen. Überraschenderweise hat man herausgefunden, dass die psychische Belastung vor dem Abbruch am allergrößten ist und danach erst mal große Erleichterung im Vordergrund steht. Natürlich sind diese Frauen traurig darüber, dass sie diesen Schritt gehen mussten, aber der Abbruch hat das Problem gelöst. Schuldgefühle lassen sich meist nicht vermeiden, immerhin stirbt bei einer Abtreibung ein menschliches Wesen, dennoch stehen die meisten Frauen zu ihrer Entscheidung.

Psychische Folgen einer Abtreibung in machen Fällen möglich

Schwerwiegend psychische Folgen sind selten, können aber natürlich vorkommen. Besonders dann, wenn beispielsweise eine Frau aus medizinischen Gründen eine erwünschte Schwangerschaft abbrechen musste. Durch die ausgefeilte Pränataldiagnostik erkennt man heute schon sehr früh Behinderungen, die z.B. mit dem Leben nicht vereinbar sind. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass die psychischen Probleme in Wirklichkeit andere Ursachen haben können, als die Abtreibung, z.B. eine Vergewaltigung. In manchen Fällen erweisen sich die psychischen Krankheiten als therapie-resistent, was heißen soll, sie sind nur schwer, bzw. gar nicht zu heilen.

Nachdem die Entscheidung für einen Abbruch getroffen ist, muss man lernen, in Zukunft damit zu leben, Gefühle müssen zugelassen und durchlebt werden, um nicht für später eine Bürde zu sein. Erscheint die Aufarbeitung zu schwierig, kann das Gespräch mit einem Psychologen hilfreich sein. Viele Organisationen bieten zu diesem Thema Beratungen an, zeigen verschiedene Wege auf und helfen betroffene Frauen, die für sie richtige Entscheidung zu treffen.

 

 

Autor: Redaktion/Andrea

Fotocredit: Alliance; fizkes/Shutterstock.com

Keine Kommentare

Kommentarbereich ist geschlossen.

Meist gelesene Beiträge