SSW 40 (Schwangerschaftswoche 40)

Die magische Zahl 40 ist erreicht, nun beginnt das gespannte Warten auf Ihr Kind, wenn es nicht schon bereits geboren wurde. Werden Sie nicht ungeduldig, es kann noch bis zu zwei Wochen dauern, bis es soweit ist. Um den ersehnten Wehen etwas nachzuhelfen, können Sie mit verschiedenen Tricks versuchen, dass die Geburt in Gang kommt (z.B. ein warmes Bad, ein „Schäferstündchen“ mit dem werdenden Vater oder Treppensteigen). Aber nicht übertreiben! Nachdem Ihre Geburt unmittelbar bevorsteht, fängt schon bald das Wochenbett an. Es dauert 6-8 Wochen, denn solange braucht der Körper der Frau, um sich nach den Anstrengungen von Schwangerschaft und Geburt zu erholen und wieder in den Normalzustand zurückzubilden. Mindestens ebenso lange braucht die Seele, um sich auf die neue Lebenssituation einzustellen.

SSW 40, Wochenbett – die erste Zeit nach der Geburt

Im Wochenbett machen Frauen und Männer völlig neue Erfahrungen im Umgang miteinander. Die Umstellung auf das Leben mit einem kompromisslos fordernden Neugeborenen ist eine körperliche und psychische Herausforderung. Sie bedarf in erster Linie einer ruhigen und abgeschirmten Lebensweise. Die erste Zeit nach der Geburt empfinden die meisten jungen Mütter – bedingt durch die Verarbeitung des Geburtserlebnisses, hormonelle Einflüsse, das (ungewohnte und neu zu erlernende) Stillen und die veränderte Lebenssituation – als besonders anstrengend und ungewöhnlich emotionsgeladen. Das gilt auch für die Väter.

Häufig stellen junge Mütter viel zu hohe Erwartungen an sich selbst. Sie wollen sich und der Umwelt beweisen, dass sie alles ‚gut im Griff‘ haben. Dabei kommt es oft zu einer nicht gewollten Überbeanspruchung. Das Leben mit einem Neugeborenen unterliegt völlig anderen Kriterien, als das Single-Dasein. Schlafmangel, körperliche und hormonelle Umstellung, Unsicherheiten im Umgang mit dem kleinen Menschen, Stillen, ununterbrochene Verantwortung und die Umstellung vieler Lebensgewohnheiten machen die Zeit des Wochenbettes zu einer anstrengenden und intensiven Zeit. Verlangen Sie nicht zu viel von sich selbst! Besonders in dieser Zeit ist Perfektionismus nicht angebracht.

Wenn irgend möglich, sollten Sie die Zeit nach der Geburt nicht von vornherein verplanen. Lassen Sie den Dingen ihren Lauf, leben Sie von Tag zu Tag. Setzen Sie sich keine großen Ziele und lehnen Sie zusätzliche Aufgaben und Verpflichtungen ab. Nehmen Sie sich Zeit füreinander. Lassen Sie vor allem ‚fünf auch mal gerade sein‘. Ein top-gepflegter Haushalt mit einer erschöpften Mutter, einem schreienden Kind und einem gestressten Vater ist nicht erstrebenswert. Psychische und körperliche Überlastung im Wochenbett kann zu dauerhafter körperlicher Beeinträchtigung oder Erkrankung (Wochenbettdepression) führen, Partnerschaften können zerbrechen. Genießen Sie die Ruhe im Wochenbett und schöpfen Sie daraus Kraft für sich und Ihre Familie.

Mami ich bin bereit! Ich fülle nun schon die ganze Gebärmutter aus und mein Kopf ist tief in Deinem Becken. Um die 50 Zentimeter bin ich groß und wiege etwas 3.5 Kilogramm. Meine Schädelplatten sind noch nicht vollkommen zusammengewachsen, damit ich bequemer durch den Geburtskanal komme und weißt du was: Jetzt gehen wir es an. Bis gleich!

Wir wünschen Ihnen eine schöne, schnelle und unvergessliche Geburt. ALLES GUTE!!

 

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