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Thrombose in der Schwangerschaft

Eine Thrombose (auch Thrombosembolie) ist der Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Ein kleines Gerinnsel kann zu einem gefährlichen Blutpfropf werden und ein Gefäß völlig verstopfen. Richtig gefährlich wird es dann, wenn dieser Pfropf sich loslöst und in die Lunge gespült wird. Denn die meist gefürchtete Komplikation ist die akute Durchblutungsstörung der Lunge, die Lungenembolie. Sie führt zu Brustschmerzen und lebensgefährlicher Atemnot und schließlich zum Herzstillstand.

 

Risiko einer Thrombose in der Schwangerschaft erhöht

Während einer Schwangerschaft ist das Risiko, an einer Thrombose zu leiden um das 5fache erhöht, im Gegensatz zu einer nicht schwangeren Frau. Zum einen, weil sich die Konsistenz des Blutes verändert, um bei der Geburt nicht zu viel Blut zu verlieren und zum anderen deswegen, weil die Venen einer höheren Belastung ausgesetzt sind, da die wachsende Gebärmutter auf diese drückt. Auch der Hormonhaushalt spielt dabei eine wesentliche Rolle, denn der Körper produziert in der Schwangerschaft vermehrt Progesteron, welches das Gewebe elastisch und dehnbar macht. Was für das Gewebe der Gebärmutter erforderlich ist, greift jedoch auch auf die Venen über, und für diese ist Elastizität eher fehl am Platz.

 

Zusätzlich sind schwangere Frauen noch Risikofaktoren, wie Übergewicht, Rauchen, Krampfadern, das frühere Einnehmen der Pille und auch Thrombosen in der Familie ausgesetzt. Vor allem die unzureichende Bewegung könnte einer schwangeren Frau zum Verhängnis werden. Achten Sie daher auf eine gleichmäßige Durchblutung Ihrer Beine, durch häufiges Aufstehen und Herumlaufen. Bewegung ist eindeutig die beste Vorbeugung gegen eine Thrombose. Die Muskelanspannung der Beinmuskeln fördert den Blutfluss zurück zum Herzen – vermeiden Sie auch längeres Sitzen oder Stehen.

 

Kompressionsstrümpfe können eine Thrombose in der Schwangerschaft verhindern

Eine Thromboseneigung wird mit blutverdünnenden Medikamenten, wie Heparin behandelt. Dieser Stoff ist aber erst ab der 12. Schwangerschaftswoche erlaubt. Tragen Sie zusätzlich Kompressionsstrümpfe, diese drücken die erweiterten Venen etwas zusammen, so dass das Blut wieder schneller fließen kann. Schon entstandene Thromben können, wenn sie noch frisch genug sind, manchmal mit medikamentöser Behandlung wieder aufgelöst werden. Die operative Entfernung des Blutgerinnsels wird in der Schwangerschaft eher selten bis gar nicht durchgeführt.

 

Autor: Redaktion/Katrin

Fotocredit: GBALLGIGGSPHOTO/Shutterstock.com

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