Künstliche Befruchtung

Die verschiedenen Methoden einer künstlichen Befruchtung

Eine künstliche Befruchtung ist für viele Paare die letzte Hoffnung auf ein Kind. Es existieren unterschiedliche Methoden der assistierten Reproduktion.

 

Die verschiedenen Möglichkeiten einer künstlichen Befruchtung

In-vitro-Fertilisation (IVF)
Bei der In-vitro-Fertilisation erfolgt die Befruchtung extrakorporal. Das bedeutet: Samen- und Eizelle vereinigen sich außerhalb des Körpers der Frau. Der erste Schritt der IVF besteht in der Entnahme der Oocyte (Eizelle) aus dem Ovar (Eierstock). Im Reagenzglas trifft sie auf den männlichen Samen. Entsteht daraus ein Embryo, transferiert ein Arzt diesen nach zwei bis fünf Tagen in die Gebärmutter. Der Vorgang trägt den medizinischen Ausdruck „Embryo-Transfer“).Eine solche Methode fordert das Elternpaar. Sie bedarf einer Vorbereitung mit Hormon-Bestimmungen, Blutabnahmen, Kontrollen per Ultraschall und weiteren Maßnahmen.

 

Intrazytoplasmatische Spermien-Injektion (ICSI)
Bei der intrazytoplasmatischen Spermien-Injektion spritzt der Experte ein einzelnes Spermium in die Oozyte. Die Methode funktioniert auch bei schlechter Qualität der Spermien. Eine Befruchtungsrate von mehr als 70 Prozent spricht für diese Art der künstlichen Befruchtung. Sie existiert seit 1992 und gilt heute als veraltet. Die IMSI-Methode (Intracytoplasmic Morphologically Selected-sperm Injection) ersetzt die ICSI.

 

GIFT und ZIFT – weitere Sonderformen der IVF
GIFT ist die Abkürzung für „Gamete Intrafallopian Transfer“. Sie kommt bei erfolgloser IVF zum Einsatz. Die entnommenen Eizellen der Frau implantiert der Arzt zusammen mit dem Samen des Mannes in die Bauchhöhle. Alternativ spült er beides mit der Hilfe eines Katheters in den Eileiter (Ovidukt).

ZIFT steht für intratubarer Zytogoten-Transfer. Bei diesem Vorgang implantiert der Arzt die im Reagenzglas befruchtete Eizelle.

 

In-vitro-Maturation (IVM) als ergänzendes Verfahren der IVF

Wendet der Arzt die IVM-Methode an, entnimmt er aus den Eierstöcken unreife Oozyten. Er gibt sie in ein Reagenzglas und fügt das follikelstimulierende Hormon FSH sowie das humane Choriongonadotropin (HCG) hinzu. Die Eizellen reifen 48 Stunden im Glas, bevor die Befruchtung mit den Spermien erfolgt. Es dauert zwei weitere Tage, bis der Arzt die befruchteten Oozyten in die Gebärmutter der Frau mit Kinderwunsch einsetzt. Der Vorteil dieser Methode gegenüber der klassischen IVF liegt in der geringeren Hormongabe. Sie eignet sich für Frauen, die Hormon-Behandlungen nicht vertragen. Und es geht noch weiter:

homologe und heterologe Insemination
Die Insemination ist die Übertragung der Spermien in den Genitaltrakt der Frau. Sie erfolgt nicht über die Kopulation. Die heterologe Insemination bezeichnet den Transfer des Spermas des Ehemannes oder eines Partners aus einer festen Partnerschaft. Die homologe Art verwendet den Samen einer anderen männlichen Person. Diese Variante der künstlichen Befruchtung verwenden häufig Single-Frauen und Lesben zu Hause, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen (Heim-Insemination).

Tipps und Informationen zum Thema beinhalten die Internet-Auftritte verschiedener Anbieter der künstlichen Befruchtung und Eizellspende.

 

Autor: Redaktion/Ernst

Fotocredit: Vladimir Mulder/Shutterstock.com

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