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Foto von einer Milchpumpe | Milchpumpe
Milchpumpe

Milchpumpe




Nicht immer ist es Müttern möglich zu stillen, dafür gibt es verschiedene Gründe. Eine Brustentzündung oder ein Milchstau zum Beispiel oder wenn jemand anderer das Füttern übernehmen muss. Trotzdem sollte man dem Baby die hochwertige Muttermilch nicht vorenthalten und mit Hilfe einer Milchpumpe ist dies auch möglich. Durch regelmäßiges Abpumpen wird die Milchproduktion aufrecht erhalten, sofern die Pumpe das Saugverhalten des Kindes gut nachahmt, denn nur dann wird der Milchspendereflex ausgelöst.

 

Eine Milchpumpe saugt durch Erzeugen eines Unterdrucks Muttermilch aus der Brust.

Für kurzzeitiges Pumpen, z.B. um Überschüsse abzupumpen, ist eine Handpumpe bestens geeignet. Um jedoch ganze Muttermilchmahlzeiten abzupumpen - und dieses mehrmals täglich - ist eine elektrische Milchpumpe wesentlich angenehmer, komfortabler und effizienter. Ein saugglockenähnlicher Kunststoffaufsatz wird dabei auf die Brust aufgesetzt. Ein Unterdruckerzeuger saugt dann die Muttermilch aus der Brust. Die Materialien der Aufsatzstücke und des Milchauffangbehälters sind hautverträglich und lebensmittelecht, also auch von Allergikerinnen anwendbar. Der Unterdruck kann – je nach Modell – manuell per Handpumpe, oder auch elektrisch erzeugt werden. In einer ersten Phase (Stimulationsphase) wird der Milchfluss angeregt, in einer zweiten Phase (Pump-Phase) folgt der eigentliche Pumpvorgang.

 

In sterile Fläschchen gepumpt, kann Muttermilch im Kühlschrank ohne Probleme gelagert werden. Bei 25°C: 4-6 Stunden, bei 19-22°C: 10 Stunden; bei 15°C: 24 Stunden. Im Kühlschrank (nicht in der Kühlschranktür!): 3 Tage; wenn 0-4°C gewährleistet sind, 5 (max. 8) Tage und im Tiefkühlgerät (bei -19°C): 6 Monate und länger

 

Muttermilch sollte schonend aufgetaut werden. Wenn es eilt, kann sie unter fließendem, lauwarmen Wasser aufgetaut werden – nicht in der Mikrowelle. Vor dem Trinken vorsichtig schütteln, da sich die Milch in zwei Phasen trennt – einmal wässrig und einmal in Sahne. Einmal aufgetaute Muttermilch kann im Kühlschrank 24 Stunden gekühlt werden. Sie sollte jedoch nicht wieder eingefroren werden. Muttermilch kann man bereits bei Raumtemperatur füttern.

 

Viele Apotheken bieten die Milchpumpe auch zur Miete an. Die Mietkosten werden, falls eine ärztliche Verordnung vorliegt, von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

Ohne Frage ist es eine große Belastung für die Mutter, die Milch abzupumpen, da sie das bequeme Stillen nicht nützen kann, zusätzlich muss sie auch in der Nacht abpumpen und der große Zeitaufwand führt natürlich zu Schlafentzug. Dennoch lohnt sich die große Mühe, denn Muttermilch ist nun mal nicht zu toppen!

 

Autor: Redaktion / Andrea




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Die fachliche Qualität dieses Artikels wurde für Sie überprüft
vom Österreichischen Hebammengremium
www.hebammen.at


PDF Milchpumpe-schwangerschaft.pdf [110,61 kB]

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