musik schwanger

Achtung, Ihr Baby hört mit!

Die Herztöne der Mutter, der Klang Ihrer Stimme oder ein lautes Knurren im Magen. Monatelang tragen wir unser Baby im Bauch und fragen uns dabei: Was bekommen die Kleinen mit, etwa vom Stress in der Arbeit oder vom Streit mit dem Partner? Und wie hören ungeborene Babys?

 

Was hört mein Baby?

Bereits ab der 23. Schwangerschaftswoche hört Ihr Baby mit. Die Stimme von Ihnen wird doppelt gehört, sie gelangt von außen über die Luft an den Bauch und so zum Baby. Zudem leitet der Körper der Mutter über die sogenannte Knochenleitung Geräusche zum Baby weiter. Diese Knochenleitung bewirkt auch, dass die Stimme nicht nur akustisch wahrgenommen wird, sondern auch über Vibrationen. Das ist der Grund dafür, weshalb es Babys später mögen, wenn Mama oder Papa sie auf der Brust liegen haben und beruhigend reden, summen oder singen. Auf diese Weise sind die vertrauten Vibrationen am besten wahrnehmbar.

Über die Wirkung von Musik auf das noch Ungeborene in Ihrem Bauch gibt es eine Vielzahl an Studien. Grundsätzlich gilt: Wenn sich die Mutter beim Musikhören wohl fühlt, tut das das Baby auch. Die Ausnahme sind natürlich laute Rockkonzerte, die Ihnen zwar gefallen, den Babys allerdings nicht. Behauptungen, wie etwa, dass Musikbeschallung von Ungeborenen mache Kinder später klüger, sind nach Wissen der Ärztin nicht belegbar.

 

Babys erkennen Stimmen wieder

Trotzdem können bzw. sollen Sie sogar mit dem Ungeborenen sprechen und ihm Musik vorspielen. Wenn Ihr Baby auf die Welt kommt, wird es sich an Ihre Stimme erinnern können. Jedoch hören Ungeborene nicht auf allen Frequenzen und Tonlagen gleich gut. Niedrigfrequente Töne wie vokale können sie hören, nicht aber höherfrequente Geräusche.

Im Bauch hört Ihr Baby auch den von Trommeln produzierten Rhythmus der Musik, nicht aber die höhen Töne, zum Beispiel die einer Geige.

 

Vermeiden Sie zu laute Geräusche

Sehr schnelle und sehr laute Klänge regen Babys nicht an, sondern regelrecht auf. Handelt es sich dann auch noch um einen dauerhaften Zustand, geraten sie in Stress. Normalerweise spüren Sie als werdende Mutter diese innere Unruhe und stellen dann die Ursache von ganz alleine ab. Dafür kann auch die erhöhte Lärmempfindlichkeit verantwortlich sein, welche im letzten Schwangerschaftsdrittel mit Schlafschwierigkeiten einhergeht.

 

Kopfhörer auf dem Bauch?

Es ist bewiesen, dass laute Geräusche, welche kontinuierlich über einen langen Zeitraum einwirken, schädlich für das Gehör des Fötus sind. Dazu zählt auch laute Musik, die etwa über Kopfhörer durch die Bauchdecke zum Kind dringt. Föten nehmen nämlich bereits im vierten Schwangerschaftsmonat Geräusche wahr. Die Weiterleitung der Schallwellen funktioniert im Fruchtwasser ähnlich, wie wir es aus einer Unterwasserumgebung kennen.

Sie müssen allerdings keine Angst haben, dass Ihr Baby aus Ihrer Umgebung aufgeweckt werden kann. Im Mutterlaub ist es ohnehin bereits laut, da Ihre Organe rund um Ihr Baby schon viel Lärm machen.

 

 

Fotocredit: Pixel-Shot/Shutterstock.com

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