basische ernährung

Basische Ernährung in der Schwangerschaft

Der Säure-Basen Haushalt des Menschen wird durch verschiedene Kontroll-, Regulations- und Ausscheidungsmechanismen im Gleichgewicht gehalten. So werden überschüssige Säuren über die Atemluft abgeatmet oder über die Nieren ausgeschieden. Werden allerdings über einen längeren Zeitraum zu viele Säuren im Körper gebildet, dann sind die Ausscheidungsmechanismen überlastet und es kann eine chronische Azidose (Übersäuerung) entstehen. Dabei werden die Säuren im Gewebe „deponiert“. Eine chronische Übersäuerung wird von naturheilkundlich orientierten Ärzten und Ernährungswissenschaftlern mit dem Auftreten von unspezifischen Störungen, wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Allergien sowie mit dem Entstehen von Krankheiten, wie Osteoporose oder Rheuma in Verbindung gebracht.

 

Eine Übersäuerung entsteht immer dann, wenn der Bildung von Säuren keine angemessene Bildung der biochemischen Gegenspieler, der Basen, entgegensteht. Säuren entstehen als Abbauprodukt im Stoffwechsel z.B. beim Sport, aber auch durch Säurebildende Lebensmittel. Dazu zählen vor allem Fleisch, Käse, Eiweiß, Zucker, Alkohol, raffinierte Lebensmittel und Schokolade. Gute basenbildende Lebensmittel sind dagegen frisches Obst, Salat und Gemüse, Fruchtsäfte oder Mineralwasser.

 

Ob ein Lebensmittel im Körper sauer oder basisch reagiert, wenn es verdaut und verstoffwechselt ist, hat nichts damit zu tun, ob es sauer schmeckt oder Säuren enthält. Eine Zitrone liefert beispielsweise viele basische Mineralstoffe und enthält Zitronensäure, die in basenbildende Citrate umgewandelt wird. Eiweißreiche Nahrungsmittel, wie Fleisch, Fisch oder Geflügel dagegen sind starke Säurebildner.

 

Basische Lebensmittel liefern dem Körper Basen in Form von Mineralverbindungen. Vor allem Verbindungen, die Kalium, Magnesium, Calcium Eisen, aber auch Kupfer oder Natrium enthalten, sind wichtig. Obst und Gemüse, aber auch Mineralwasser enthalten viele dieser Verbindungen.

 

Entsäuerungskur und basische Ernährung auch in der Schwangerschaft?

Eine so genannte “Entsäuerungskur“ besteht in der erhöhten Zufuhr basenbildender Mineralstoffe, in Form von Kapseln oder Pulver. Dadurch werden die überschüssigen Säuren aus dem Gewebe gelöst, durch die aufgenommenen Basen neutralisiert oder über die Lungen bzw. die Nieren ausgeschieden. Eine Entsäuerung ist für den Organismus keine Belastung, sondern eine natürliche, langfristige Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts. Deshalb ist gegen die Zufuhr basenbildender Mineralverbindungen auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nichts einzuwenden.

 

Eine basische Ernährung, mit viel frischem Obst und Gemüse und wenig raffinierten Produkten ist für Schwangere und Stillende in jedem Fall wichtig. Und: Wer Wert auf eine basische Ernährung in der Schwangerschaft legt, wird feststellen, dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung immer auch eine basische Ernährung ist.

 

Autor: Dipl.-oec.-troph.-univ. Barbara Fäth-Neubauer

Fotocredit: YanLev/Shutterstock.com

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