Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze

Wie auch das Implanon, das Hormonpflaster und die Hormonspirale, besitzt auch dieses Verhütungsmittel ein Hormondepot und zählt zu den Ovulationshemmern. Das Depot wird in einen Muskel der Hüfte oder des Oberarms injiziert, woraus geringste Mengen an Hormon ins Blut abgegeben werden. Über 3 Monate, wie der Name bereits verrät, werden kleine Wirkstoffmengen in den Körper freigesetzt, welche den Eisprung verhindern, zusätzlich den Schleimpfropf verdicken und die Gebärmutterschleimhaut nur ungenügend aufbauen.

 

Die 3-Monats-Spritze ist von der Zuverlässigkeit her gleichzusetzen mit der Hormonspirale, was soviel heißt wie, dass von 1.000 Anwenderinnen 3 ungewollt schwanger werden. Die Injektionsintervalle sind vierteljährlich und werden von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verabreicht. Jedes halbe Jahr steht eine zusätzliche Untersuchung am Programm, um sicher zu gehen, dass man mit der 3-Monats-Spritze das richtige Verhütungsmittel gewählt hat und um nachzusehen, ob der Körper mit der Spritze ein gutes „Betriebsklima“ pflegt.

 

Vor- und Nachteile vom Verhütungsmittel „3-Monats-Spritze“

Die Blutungen werden durch die Spritze in den meisten Fällen schwächer, oft bleiben sie sogar ganz aus, was Frau sehr wahrscheinlich zu den Vorteilen zählen würde. Wenn Sie aber Blutungen ungeklärter Ursache haben oder an nicht genau definierbaren Brustkrankheiten oder Brustkrebs leiden, wenn Erkrankungen mit Blutgerinnselbildung in Arterien, Venen oder Lunge vorliegen, ist die 3-Monats-Spritze kein geeignetes Verhütungsmittel für Sie – hier sollte die Anwendung nicht erfolgen.

 

Dreimonatsspritze

 

Neben der geringen oder sogar ausbleibenden Regelblutung gibt es noch andere Vorteile, wie die Möglichkeit zur Verwendung während der Stillzeit, da weder Menge, noch Zusammensetzung die Muttermilch verändert und das Hormon auch keinerlei schädliche Einflüsse auf die Entwicklung des Kindes haben soll (worüber die Meinungen jedoch auseinander gehen). Auch die Tatsache, dass Frau sich nur mehr vierteljährlich um die Verhütung kümmern muss. Daraus hervor geht jedoch schon der erste Nachteil, welcher der ist, dass man alle drei Monate zum Arzt oder zur Ärztin laufen muss, das heißt, man kann in gewisser Weise nicht unabhängig sein. Und weitere Nachteile, wie Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Depressionen oder auch Nervosität werden dieser Methode nachgesagt. Und eine der schwerwiegendsten Nachteile, über den Sie sich unbedingt Gedanken machen sollten, und zwar bevor Sie die erste Injektion abholen, ist der, dass unabhängig davon wie lange diese Methode angewandt wird, der normale Zyklus erst wieder in ein paar Monaten einsetzen kann. In einigen Fällen kann das sogar bis zu 18 Monate dauern.

 

Von der Zuverlässigkeit her können Frauen zufrieden sein, aber vor allem wenn Sie in einer bestehenden Partnerschaft sind, sollten Sie daran denken, dass der Wunsch nach Nachwuchs manchmal schneller laut werden kann, als geplant. Dann wäre es sehr ärgerlich zuerst 18 Monate warten zu müssen, bis sich diese Möglichkeit wieder ergibt.

 

Autor: Redaktion/Katrin

Fotocredit: BlurryMe, Alexander Raths /Shutterstock.com

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