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Folsäure und Schwangerschaft

Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure während der Schwangerschaft ist enorm wichtig für die Gesundheit des Kindes. Da der menschliche Körper dieses wasserlösliche Vitamin der B-Gruppe nicht selber herstellen kann, muss es über die Ernährung oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden. Folsäure wird für eine Vielzahl von Stoffwechselvorgängen, für die Blutbildung sowie die Bildung und Teilung von Zellen benötigt.

Folsäure und Schwangerschaft gehören zusammen

Das neue Leben im Mutterleib beginnt mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, bis daraus durch Zellteilung ein Mensch mit über 100 Milliarden Zellen entsteht. Genau deshalb ist Folsäure so wichtig für die Schwangerschaft. Vor allem in den ersten drei Monaten sollten Schwangere auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure achten, damit sich der Embryo richtig entwickeln kann.

Was passiert bei einem Mangel an Folsäure in der Schwangerschaft?

Kommt es während der Schwangerschaft zu einer Unterversorgung mit diesem wichtigen Vitamin, dann kann das schwerwiegende Konsequenzen für das Kind haben. Es kann zu Missbildungen wie einer Lippen-Gaumen-Spalte, einem offenem Rücken (Spina bifida) oder zu Entwicklungsstörungen im Gehirn kommen. Vermutlich besteht auch ein Zusammenhang zwischen Folsäuremangel und dem Risiko einer Fehlgeburt.

Wie hoch ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft?

Erwachsenen und Jugendlichen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag. Während der Schwangerschaft verdoppelt sich dieser Bedarf auf 800 Mikrogramm.

Welche Lebensmittel enthalten Folsäure?

Folgende Lebensmittel verfügen über einen hohen Folsäureanteil:

  • alle grünen Blattgemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Grünkohl
  • Brokkoli
  • Vollkornprodukte
  • Kartoffeln
  • Reis
  • Milchprodukte
  • Fisch
  • Fleisch
  • Sojabohnen
  • Eigelb
  • Orangen
  • Erdbeeren
  • Trauben
  • Kirschen

Obwohl auch in Innereien wie Leber viel Folsäure steckt, sollte man diese Produkte in der Schwangerschaft nicht zu sich nehmen. Innereien enthalten nämlich auch viel Vitamin A, was gefährliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes haben kann.

Sind Zusatzpräparate sinnvoll?

Foläsure reagiert sehr empfindlich auf Hitze und wird daher beim Kochen zum großen Teil zerstört. Zudem verringert sich der Anteil an Folsäure auch bei einer langen Lagerung der Nahrungsmittel. Eine ausreichende Versorgung allein über die Ernährung ist daher nur sehr schwer möglich. Während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten, sollte daher eine entsprechende Nahrungsergänzung eingenommen werden.

Folsäure ist bereits vor der Schwangerschaft wichtig

Ärzte empfehlen Folsäurepräparate bereits vor einer geplanten Schwangerschaft. Dadurch lässt sich das Risiko einer Missbildung wegen Folsäuremangel erheblich reduzieren. Denn die meisten solcher Schädigungen entstehen bereits in einer so frühen Zeit der Schwangerschaft, in der viele Frauen noch überhaupt nicht wissen, dass sie ein Kind bekommen.

 

Fotocredit: Andrey Popov/Shutterstock.com

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