Reiseimpfungen in der Schwangerschaft

Reiseimpfung

Reiseimpfungen in der Schwangerschaft

Generell ist ja Schwangerschaft keine Krankheit. Schwangere sind daher auch durchaus belastbar, wie viele werdende Mütter im Alltagsleben eindrucksvoll beweisen. Ist der Verlauf der Schwangerschaft unkompliziert und problemlos, steht einem Urlaub nichts im Wege. Wovon Ärzte allerdings abraten, sind Fernreisen in die Tropen. Die zusätzlichen körperlichen Belastungen und gesundheitlichen Risiken sind einfach zu hoch. Bei aller Abenteuerlust – das Wohl des ungeborenen Kindes sollte immer im Mittelpunkt stehen.

 

Jedes Jahr erkranken Reisende oder schleppen gefährliche Infektionskrankheiten aus dem Ausland mit, einige sterben sogar daran. Dabei ist es so einfach: Schon ein kleiner Picks schützt vor diversen Krankheiten. Trotzdem denken viele nicht daran, vor Reiseantritt einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Dabei werden Reiseimpfungen gegen bestimmte, oft gefährliche Krankheiten, empfohlen. Welche Maßnahmen man genau trifft, das hängt vom Reiseziel, aber auch von der Reiseart ab. In exotischen Ländern sind Rucksacktouristen höheren Infektionsgefahren ausgesetzt, als Badeurlauber im Vier-Sterne-Hotel.

 

Reiseimpfungen in der Schwangerschaft

 

Besprechen Sie eine Reiseimpfung während der Schwangerschaft mit einem Spezialisten.

In der Schwangerschaft sollten Sie das Thema Reiseimpfungen sehr sorgsam mit Spezialisten erörtern. Die üblichen Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Hepatitis B, Typhus, Meningokokken-Meningitis sowie die Gabe von Blutprodukten, mit speziellen Abwehrstoffen gegen Hepatitis A, oder die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), sind hier auch ohne Bedenken möglich. Wobei Reiseimpfungen generell nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und bei eindeutiger Indikation durchgeführt werden sollten. Das gilt vor allem für Lebendimpfstoffe im 1. Trimester. Eine Gelbfieber-Impfung sollte erst nach der 12. Schwangerschaftswoche verabreicht werden, wenn es keine zwingenden Gründe für eine frühere Impfung gibt. Auf einen Aufenthalt in Risikogebieten sollten Sie jedoch als Schwangere am besten verzichten. Denn sollte während der Schwangerschaft, beispielsweise eine Malaria-Infektion auftreten, dann besteht für das heranwachsende Kind in Ihrem Bauch eine verstärkte Gefahr, wenn nicht ausreichend und rechtzeitig behandelt wird. Gut zu wissen ist, dass in allen gängigen Urlaubsregionen die ärztliche Versorgung im Notfall gesichert ist. Denken Sie auf jeden Fall auch an Auslandserkrankungen und führen Sie immer Ihren Mutter-Kind-Pass mit sich.

 

Autor: Redaktion / Katrin

Fotocredit:  Africa Studio/Shutterstock.com

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