familie mit vielen kindern

So klappt’s mit der Patchwork-Familie

Wie aus zwei Singles mit Kindern eine Patchwork-Familie wird

Es ist vollbracht: Sie haben einen neuen Partner gefunden. Nach der schwierigen Trennung und den langen, einsamen Monaten schweben Sie nun auf Wolke 7. Nicht selten handelt es sich dabei um einen Menschen, der auch bereits Kinder mit in die Beziehung bringt. Wie der Einstieg in die Patchwork-Familie funktioniert und was Sie beachten sollten, lesen Sie hier.

 

Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für die Zusammenführung

Egal wie verliebt Sie sind, Sie sollten den neuen Partner nicht zu schnell mit Ihren Kindern zusammenführen. Sie sollten sich auch nicht hinreißen lassen, Ihre Kinder zu vernachlässigen, nur um mehr Zeit mit Ihrem neuen Partner zu verbringen. Sicher fühlen sich Ihre Kinder auch bei den Großeltern wohl, doch Sie laufen Gefahr, dass Ihre Kinder Sie zu sehr vermissen. Möchten Sie Ihren Kindern den neuen Partner vorstellen, könnte schon vorab eine negative Stimmung gegen ihn entstehen.

Besteht außerdem eine gute Beziehung zwischen Ihren Kindern und deren Vater, ist es auch wichtig, klarzumachen, dass der neue Partner niemanden ersetzen möchte.

Den richtigen Zeitpunkt für das erste Treffen wird Ihnen Ihr Bauchgefühl weisen. Grundsätzlich sollte es eine entspannte Situation sein. Machen Sie kein großes Drama um den Neuankömmling, weder im Vorfeld noch beim Treffen an sich. Führen Sie Ihre Kinder aber auch nicht an der Nase herum.

 

Patchwork-Familie

Patchwork Familien – mehr als ein Papa und eine Mama

Wichtig ist, dass der Familienzuwachs in keiner Weise einen Ersatz darstellen darf. Pflegen die getrennten Eltern ein gutes Verhältnis zueinander, ist das für das Kind am besten. So kann auch der Elternteil, der nicht mehr im gemeinsamen Haushalt wohnt, seine Rolle im Leben seines Kindes weiter einnehmen. Die Gefahr, dass der neue Partner als Ersatz ins Leben eines Kindes kommt, stellt sich so weniger. Kinder, die weiterhin ein gutes Verhältnis zu ihrem Papa oder ihrer Mama haben, werden demnach weniger fürchten, dass sie das neue Mitglied in der Familie als Ersatz-Mama oder Ersatz-Papa annehmen müssen.

Patchwork Familien – Das Kennenlernen

Planen Sie einen schönen Ausflug mit den Kindern und nehmen Sie Ihren neuen Partner einfach mit. Eine kleine Vorwarnung ist durchaus angebracht. Haben Ihre Kinder Fragen zum neuen Partner, sollten Sie diese schon im Vorfeld beantworten. Es empfiehlt sich, die Begegnung erst auf den neuen Partner zu beschränken. Hat dieser auch Kinder, sollten Sie diese nicht beim selben Treffen kennenlernen.

Zeigen Ihre Kinder eine Abneigung gegen Ihren neuen Partner, sollte dies nicht persönlich genommen werden. Kindern fällt es schwer, sich auf neue Situationen einzulassen und sie bedürfen einer längeren Eingewöhnungszeit als Erwachsene.

Nach dem ersten Treffen sollten Sie die Ereignisse nicht überstürzen. Viele Paare machen den Fehler, zusammenzuziehen und die Kinder vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dies kann für Kinder traumatisch sein. Der neue Partner sollte, bevor er in die Familie einzieht, erst einmal Vertrauen zu Ihren Kindern aufbauen. Schließlich müssen sich die beiden erst einmal ganz langsam kennenlernen. Sehen Sie es auch als eine besondere Zeit, in der Sie Ihren neuen Partner besser kennenlernen können.

Schwangerschaft in der Patchwork-Familie

Haben Sie als Patchwork-Familie zusammengefunden, stellt sich manchmal auch die Frage, ob Sie mit dem neuen Partner auch noch Kinder bekommen möchten. Dies ist natürlich eine sehr persönliche Frage und sollte nur zwischen dem Paar entschieden werden.

Lassen Sie sich nicht zu sehr von der Abneigung Ihrer Kinder leiten. Für Kinder sind Schwangerschaften sehr abstrakt. Wenn das Baby erst einmal da ist, werden auch sie die neue Schwester oder neuen Bruder lieben.

 

Autor: Redaktion/Kerstin

Fotocredit: Roman Samborskyl, Monkey Business Images /shutterstock.com

 

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