ssw 34

SSW 34 (Schwangerschaftswoche 34)

Sie haben schon um die 12 Kilogramm zugenommen? Das ist völlig in Ordnung, denn Ihr Kleines ist schon fast fertig entwickelt. Ihr Rücken hat schon ganz schön was auszuhalten. Ein toller Tipp gegen das Hohlkreuz: Sie stellen sich vor, wie Sie ein Buch auf Ihrem Kopf balancieren, somit haben Sie automatisch eine gerade Haltung. Sobald es in der Gebärmutter eng wird, nehmen fast alle Babys die Lage ein, die die Geburt am unkompliziertesten macht – Kopf nach unten. In der 32. Schwangerschaftswoche liegen neun von zehn Kindern richtig.

 

Von Beckenendlage sprechen Gynäkologen und Hebammen, wenn das Kind in der 32. Schwangerschaftswoche noch immer mit dem Kopf nach oben im Uterus liegt. Normalerweise drehen sich Föten spätestens vier Wochen vor der Niederkunft in die Geburtslage. Eine spontane Drehung ist bis kurz vor der Geburt möglich, doch recht unwahrscheinlich, da das Baby schon sehr wenig Platz hat sich zu drehen und die Fruchtwassermenge gegen Ende der Schwangerschaft abnimmt.

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SSW 34, wann ist das Risiko von Steißgeburten (Beckenendlage) erhöht?

Einige Risikofaktoren begünstigen Steißgeburten: Eine kurze Schwangerschaft, hohes Alter der Mutter, die Zahl ihrer Entbindungen oder organische Probleme. Eine große Rolle spielen auch die Gene: Kamen die Eltern selbst als Steißgeburten auf die Welt, verdoppelt sich das Risiko einer Beckenendlage auch für die Nachfahren. Wegen des höheren Risikos nehmen einige Geburtskliniken bei Steißlagen grundsätzlich einen Kaiserschnitt vor, allerdings gibt es immer noch ein paar Tricks, um das Kind dazu zu bewegen sich zu drehen:

 

SSW 34, Indische Brücke

Bei der sogenannten „Indischen Brücke“ werden der Bauch und das Becken möglichst hoch gelagert. Die Arme und der Kopf sollen möglichst entspannt, die Unterschenkel angewinkelt nach unten hängen. Es entsteht ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Dem Kind soll es schließlich so unbequem werden, dass es sich dreht. Die Schwangere selbst soll entscheiden, wie lange sie es in dieser unbequemen Position aushält. Es kann passieren, dass ihr schwindelig oder schwarz vor Augen wird. Diese Symptome können Anzeichen eines Vena-Cava-Syndroms sein. Es wird ausgelöst, wenn die Gebärmutter, die jetzt bis zu sechs Kilogramm schwer ist, auf die untere Hohlvene (Vena Cava) drückt. Der Rückfluss des Blutes zum Herzen wird erschwert. Die Schwangere muss sich umgehend in die Seitenlage begeben.

 

SSW 34, Moxibustion

Es handelt sich hierbei um eine Methode aus der traditionellen chinesischen Medizin. Sie wird zur Drehung des Kindes in die Kopflage zwischen der 32. und 37. Woche angewendet. Diese Therapie ist der Akupunktur sehr ähnlich, es werden aber keine Nadeln, sondern Beifußzigarren verwendet. Um eine Drehung des Kindes herbeizuführen, wird bei der Schwangeren mit einer glühenden Moxa-Zigarre aus sicherer Entfernung ein bestimmter Punkt am kleinen Zeh sehr stark erwärmt.

 

SSW 34, die äußere Wendung

Bei der äußeren Wende versucht der Geburtshelfer unter Ultraschallsicht und kontinuierlicher Herztonkontrolle des Babys mit beiden Händen das Baby von außen zu drehen. Die Mutter bekommt ein wehenhemmendes Mittel in die Vene, damit die Gebärmutter ganz entspannt ist. Das Kind macht dabei in der Gebärmutter einen Purzelbaum. Die Erfolgsaussichten betragen ungefähr 50 Prozent, die Komplikationsrate wird mit unter einem Prozent angegeben. Bei dieser Form der Wende kann es zu einer vorzeitigen Plazentaablösung, oder zu Nabelschnurverwicklungen kommen. Die äußere Drehung sollte daher nur erfolgen, wenn medizinisches Personal für einen Kaiserschnitt bereitsteht.

 

Es ist möglich, dass Kinder in Beckenendlagen auch heutzutage spontan geboren werden, das heißt, sie kommen ohne Operation und technische Hilfsmittel zur Welt. Voraussetzung dafür ist, dass das Kind maximal 3,5 Kilogramm wiegt und der Kopfdurchmesser nicht größer als zehn Zentimeter ist und das ein geübtes Geburtshilfeteam samt Kinderarzt bereitsteht, welches im Notfall sofort mit Kunstgriffen bzw. Kaiserschnitt helfen kann.

 

Hallo Mami, es ist schon sowas von eng hier, ich hab meine Knie schon an den Bauch gezogen. Meine Arme kann ich gar nicht mehr ausbreiten. Aber das ist sehr kuschelig. Meine Fingernägel sind nun schon so lang, dass ich mich damit kratzen kann! Ich bin übrigens etwa 2.500 Gramm schwer und ungefähr 45 Zentimeter lang.

 

Autor: Redaktion/Andrea

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