toxoplasmose

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die für gesunde Menschen meist harmlos ist, jedoch in der Schwangerschaft zu Fehlgeburten oder Missbildungen beim Fötus führen kann. Die gute Nachricht ist, dass man lebenslang immun dagegen bleibt, wenn man einmal daran erkrankt ist – man leidet vielleicht ein paar Tage an Grippe Symptomen, ohne zu wissen, dass es sich dabei um Toxoplasmose handelt.

Während der Schwangerschaft wird anhand Ihrer Blutwerte abgeklärt, ob Sie bereits immun sind und wenn nicht, gilt es einige wichtige Regeln zu beachten:

  •  Essen Sie kein rohes Fleisch (Tartare) oder Fisch (Sushi)
  •  Essen Sie keine Rohwurst, keine rohen Eier
  •  Waschen Sie Salate und rohes Gemüse gründlichst.
  •  Waschen Sie ihre Hände regelmäßig.

Haben Sie eine Katze? Ideal wäre es, wenn jemand anders das Katzenklo säubern könnte, falls nicht, tragen Sie Handschuhe und stellen Sie das Klo etwas entfernt auf. Verzichten Sie auf zuviel Körperkontakt mit dem Tier und füttern Sie auch kein rohes Fleisch.

Bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft wird die Mutter zunächst mit Antibiotika behandelt. Dadurch kann das Erkrankungsrisiko für das Neugeborene wesentlich gesenkt werden. Die Behandlung dauert mindestens vier Wochen. Eine ausführliche Ultraschalluntersuchung wird Aufschluss darüber geben, ob und wie sehr das Kind geschädigt wurde. Nach der 20. Schwangerschaftswoche kann man erkennen, ob die Toxoplasmen wirklich bis zum Kind durchgedrungen sind.

 

Wie wirkt sich Toxoplasmose während der Schwangerschaft auf das Kind aus?

Einige der infizierten Kinder sterben leider bereits im Mutterleib, während ca. 10% der im Mutterleib infizierten Kinder schon bei der Geburt typische Toxoplasmose-Symptome zeigen: Augeninfektionen, Leber -und Milzvergrößerung, Gelbsucht, Lungenentzündung, Wasserkopf, Krämpfe, Gerinnungsstörungen. Einige dieser Kinder sterben innerhalb weniger Tage nach der Geburt. Die Überlebenden haben oft Gehirnschädigungen, Augenprobleme, epileptische Anfälle. Bis zu 90% aller infizierten Kinder scheinen bei der Geburt gesund zu sein. Erst Monate, bis Jahre später tauchen bei ihnen Augenprobleme auf, die zur Erblindung führen können. Bei einem geringen Teil der vermeintlich gesunden Kinder treten Gehörschädigungen und Entwicklungsverzögerungen auf. Je früher in der Schwangerschaft eine Infektion mit den Toxoplasmen stattfindet, desto schlimmer sind die Auswirkungen für das Kind.

 

Eine Entfernung der Hauskatzen während der Schwangerschaft wird allgemein nicht für nötig gehalten, Hygiene umso mehr.

 

 

Autor: Redaktion/Andrea

Fotocredit: Trendsetter/Shutterstock.com

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