Pille danach

Die Pille danach

Die „Pille danach“ ist ein Verhütungsmittel der besonderen Art. Wie der Name bereits erahnen lässt handelt es sich hierbei um ein Notfallverhütungsmittel, welches nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Sie enthält ein Gelbkörperhormon, Levonorgestrel, das ebenfalls durch die normale Pille bekannt ist. Es verhindert oder verzögert in der Dosierung der „Pille danach“ den Eisprung. Die „Pille danach“ hat nach dem Eisprung keine Wirkung auf die Gebärmutterschleimhaut und den Progesteronspiegel, bitte beachten Sie deshalb auch, dass dieses Medikament nicht zur dauerhaften Verhütung dient.

 

Die „Pille danach“ ist in Österreich rezeptpflichtig.

Sollte es aber beispielsweise Sonntag sein und Sie haben keinen Arzt in der Nähe, der Ihnen das Medikament verschreiben kann, dann können Sie sich im Notfall auch an den Apotheker wenden. Der ist nämlich verpflichtet dazu, sie in wirklichen Notfällen zu verkaufen. Bitte nehmen Sie deshalb die „Pille danach“ wirklich nur in äußersten Notfällen. Sie nimmt keinen Einfluss auf eine bereits bestehende Schwangerschaft und ist dadurch auch keinesfalls zum Schwangerschaftsabbruch gedacht.

 

Die „Pille danach“ ist ein Notfall-Verhütungsmittel.

Wenn Sie nicht schwanger werden möchten, jedoch ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, sollten Sie die „Pille danach“ anwenden. Auch dann wenn beispielsweise das Kondom gerissen ist, oder Sie vergessen haben die Pille einzunehmen oder aber, auch wenn sich das Verhütungspflaster gelöst hat, um nur einige Gründe zu nennen. Die „Pille danach“ ist eine Tablette, die Sie so schnell wie möglich nach ungeschütztem oder unzureichend geschütztem Geschlechtsverkehr einnehmen sollten. Da die Wirksamkeit der „Pille danach“ im Zeitverlauf abnimmt, sollten Sie sie so früh wie möglich einnehmen. In den ersten 24 Stunden ist eine Wirksamkeit von 95% nachgewiesen, danach sind es jedoch nur mehr 85% und zwischen 48 und 72 Stunden hat sie noch eine Wirksamkeit von 58%. In der Regel ist es auch so, dass Sie lediglich eine Tablette nehmen müssen, um eine ausreichende Wirksamkeit zu erlangen, es sei denn, sie erbrechen innerhalb von 3 Stunden nach Einnahme der Tablette, dann ist es sehr empfehlenswert noch eine weitere davon zu nehmen, um sicher zu gehen – suchen Sie aber in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf.

 

Es können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Brust- und Bauchspannen sowie Kopfschmerzen oder Blutungen auftreten, die aber nicht weiter besorgniserregend sind, es sei denn, die Blutungen dauern länger als 5 Tage an, dann sollten Sie ebenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Es sind verschiedene Präparate der „Pille danach“ auf dem Markt. In Österreich gibt es diese Präparate in Form einer Tablette in einer Schachtel. Dafür ist die Dosierung höher.

 

Fazit: Gut, dass es so etwas gibt, wenn es sich wirklich um einen Notfall handelt. Besser ist aber so zu verhüten, dass man die „Pille danach“ nicht unbedingt anwenden muss. Denn Sie wissen ja: „Vorsicht ist immer besser, als Nachsicht“

 

Autor: Redaktion/Katrin

Fotocredit: g-stockstudio/Shutterstock.com

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