Die Spontangeburt

Die Spontangeburt

Als Spontangeburt bezeichnet man das „Auf-die-Welt-Kommen“ eines Babys, welche ohne wehenfördernde Medikamente zur Geburtseinleitung oder ohne die Hilfe durch geburtshilfliche Operationen (z.B. Zange, Saugglocke oder Kaiserschnitt) von statten geht.

 

Der Verlauf der Spontangeburt wird in die drei Stadien unterteilt:

1. Eröffnungsphase der Spontangeburt

Die Eröffnungsphase dauert bei Erstgebärenden zwischen 10 und 12 Stunden, bei Mehrgebärenden etwa 6 bis 8 Stunden und endet mit dem vollständig geöffneten Muttermund von ca. 10 cm. Sie macht sich durch Wehen, welche in regelmäßig wiederkehrenden Abständen von 3 bis 6 Minuten kommen und die Öffnung des Muttermundes bewirken, bemerkbar. Die Wehen sind koordinierte Kontraktionen der Gebärmutter und werden durch das Hormon Oxytocin gesteuert. Verschiedene Möglichkeiten der Entspannung und eine regelmäßige Bauchatmung durch die Gebärende erleichtern diese Phase der Geburt für Mutter und Kind.

 

2. Austreibungsphase der Spontangeburt

Sie ist die anstrengendste aller 3 Phasen und dauert etwa zwischen 30 und 90 Minuten. Der Muttermund ist nun vollständig eröffnet und das Kind liegt tief im Becken und wird nun Richtung Ausgang geschoben. Die Wehen kommen in einem Abstand von 1 bis 3 Minuten, wobei sich die Qualität der Wehen verändert. Nach den Wehen der Eröffnungsphase setzen jetzt die kraftraubenden Presswehen ein, welche aber oftmals weniger schmerzhaft sind, als die Eröffnungswehen, da die Frauen jetzt aktiv mithelfen können, das Baby hinauszuschieben.

 

3. Nachgeburtsphase der Spontangeburt

Die Nachgeburtsphase ist die letzte der 3 Geburtsphasen, und beginnt, nachdem Ihr Baby geboren ist. Sie beginnt mit dem Abnabeln des Kindes und dauert bis zur Ausstoßung der Plazenta, welche spätestens 60 Minuten nach der Geburt Ihres Kindes passieren sollte. Unmittelbar nach der Geburt zieht sich die Gebärmutter wieder zusammen und die Plazenta löst sich dadurch von der Gebärmutterwand ab, um dann in der Regel durch schmerzfreie Wehen ausgestoßen zu werden.

 

Nicht immer ist eine Spontangeburt für jede Frau möglich. Auch wenn viele Babys auf natürlichem Wege (ohne Kaiserschnitt) zur Welt kommen, so wird zumindest sehr oft auf schmerzstillende Mittel (z.B. PDA – Periduralanästhesie) zurückgegriffen, um die Geburt für die werdende Mami zu erleichtern. Noch immer kennt man nicht alle Zusammenhänge, die einen Einfluss auf die Geburt haben. Man weiß aber, dass unter anderem Faktoren wie der körperliche und psychische Zustand der Frau, die Anzahl der vorausgegangenen Geburten, die Anatomie des Geburtsweges, die Wehen, die Größe und Lage des Kindes und eine Vertrauen erweckende Umgebung sowie die Begleitung und Leitung der Geburt durch professionelle Helferinnen und Helfer und Angehörige einen Einfluss auf den Geburtsverlauf nehmen können.

 

Autor: Redaktion/Katrin

Fotocredit: alice-photo/Shutterstock.com

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