Verhütung

Verhütungsmethoden

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, eine Empfängnisverhütung durchzuführen. Grundsätzlich können natürliche, mechanische, hormonelle und chemische Verhütungsmethoden unterschieden werden, dazu kommen noch Intrauterinpessare sowie die Möglichkeiten der Chirurgie.

Die natürliche Verhütung: Bei natürlichen Verhütungsmethoden werden primär die fruchtbaren Tage im Zyklus einer Frau bestimmt (durch unterschiedliche Arten). Die Verhütung findet also dadurch statt, dass an den gefährlichen (fruchtbaren) Tagen keiner oder durch andere Mittel geschützter Geschlechtsverkehr stattfindet und der Geschlechtsverkehr an den unfruchtbaren Tagen durchgeführt wird. Die Sicherheit natürlicher Methoden ist nicht immer sehr hoch, da die Beobachtung der notwendigen Indikatoren an ein sehr strenges Zeitmanagement gebunden ist und sehr viel Disziplin und Kontrolle seitens beider Partner erfordert. Beispiele für natürliche Verhütungsmethoden sind die Temperaturmessmethode, die Billings-Methode (Beobachtung der Beschaffenheit des Zervikalschleims) und kombinierte Methoden. Heute gibt es aber technische Hilfsmittel, die für diese Methoden verwendet werden können (Verhütungscomputer).

Mechanische Verhütungsmethoden

Die mechanische Verhütung: Mit Hilfe der mechanischen Verhütung soll verhindert werden, dass das Sperma und die Eizelle aufeinandertreffen können. Darunter fallen das Kondom für den Mann, das Femidom (Kondom für die Frau) oder etwa das Diaphragma. Das Kondom und das Femidom stellen im übrigen die einzigen Verhütungsmittel dar, die vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten schützen. Aber die Sicherheit ist bei beiden durch viele mögliche Anwendungsfehler nicht immer besonders hoch. Sie sollen also auch bei anderweitiger Empfängnisverhütung auch dann zusätzlich verwendet werden, wenn ein Schutzbedürfnis besteht!

Hormonelle Methoden zur Verhütung

Die hormonelle Verhütung: Bei der hormonellen Verhütung werden bei der Frau die Hormone Östrogen und Gestagen eingesetzt (beide oder nur eines), um meist zweifach vor einer Empfängnis zu schützen: Einerseits werden diese Mittel als Ovulationshemmer eingesetzt, d.h. die Einnahme oder Anwendung verhindert den Eisprung. Andererseits wirken sie erschwerend für das Eindringen von Spermien durch die Veränderung der Schleimkonsistenz. Möglichkeiten gibt es heute bereits viele: Antibabypille, Minipille, Dreimonatsspritze, Hormonspirale, Vaginalring, Verhütungsstäbchen etc. Anzumerken ist jedoch, dass alle hormonellen Verhütungsmittel zu Nebenwirkungen führen können, von der Gewichtszunahme bis zur Veränderung der Libido. Allerdings sind hormonelle Verhütungsmethoden sehr sicher.

Chemische Verhütung

Die chemische Verhütung: Darunter fallen alle Sprays, Cremes, Salben, Zäpfchen etc., die spermienabtötend oder –verlangsamend wirken. Jedoch ist die alleinige Anwendung solcher Präparate eine eher unsichere Methode der Empfängnisverhütung. Die Kupferspirale (Intrauterinpessar) gibt kleine Mengen Kupfer ab und wirkt somit spermienabtötend.

Chirurgische Methoden

Chirurgische Methoden beinhalten die Sterilisation des Mannes (Durchtrennung der Samenleiter des Mannes) und die Sterilisation der Frau (Durchtrennung der weiblichen Eileiter). Chirurgische Eingriffe sind allerdings erst dann die geeignete Methode, wenn der Kinderwunsch abgeschlossen bzw. nicht vorhanden ist, da Rückoperationen nicht immer erfolgreich sind.

Fotocedit: Image Point Fr/Shutterstock.com

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