
Die Gebärmutter (auch Uterus) ist ein weibliches Geschlechtsorgan, liegt zwischen Blase und Mastdarm, wo es von den Mutterbändern in seiner Lage gehalten wird. Sie hat eine Länge von 6 bis 10 Zentimetern und wiegt in etwa 45 bis 65 Gramm. Sie ähnelt einer auf dem Kopf stehenden Birne und besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus dem Gebärmutterkörper, auch Corpus uteri, und dem Gebärmutterhals, auch Zervix genannt. Der Gebärmutterhals enthält den Zervixkanal, der sich zur Scheide hin als äußerer Muttermund öffnet. Dieser Kanal ist durch einen zähen Schleimpfropf fest verschlossen. Mit jedem Zyklus der Frau verändert sich die Schleimhaut und sie reagiert sehr empfindlich auf die vom Eierstock gebildeten Hormone. Die Gebärmutterschleimhaut baut sich jeden Monat neu auf und wird, wenn keine Schwangerschaft eintritt, mit der Menstruationsblutung abgestoßen.
Sie ist, wie alle Hohlorgane, aus drei Schichten aufgebaut. Außen liegt das Perimetrium, ein glatter, glänzender Überzug. Den Hauptteil der Wand bildet eine Schicht aus glatter Muskulatur, das Myometrium, die Innenauskleidung ist eine Schleimhaut, die als Endometrium bezeichnet wird und schlussendlich noch die Höhle, die Cavum uteri genannt wird.
Bei einer Befruchtung und erfolgreichen Einnistung einer befruchteten Eizelle wächst die Gebärmutterschleimhaut weiter und stellt die Versorgung des heranwachsenden Embryos sicher. Nach der Geburt wird diese Schleimhaut mit der Plazenta als Nachgeburt ausgestoßen.
Der Uterus entsteht entwicklungsgeschichtlich aus dem paarigen Müller-Gang, wobei linker und rechter beim Menschen und anderen Primaten zu einem einheitlichen Hohlorgan verschmelzen. Erfolgt diese Verschmelzung nicht komplett, ist dies häufig auch die Ursache für verschiedene Uterusfehlbildungen (Gebärmutteranomalien), wie beispielsweise eine Doppelbildung der Gebärmutter, eine Fehlbildung der Vagina oder auch eine zweihörnige Gebärmutter mit einfach oder doppelt vorhandenem Muttermund. Rund 0,1 bis 3,2 Prozent der Frauen leiden an einer solchen Gebärmutteranomalie. Diese Anomalien können einen Einfluss auf Fruchtbarkeit und Gebärfähigkeit haben.
Autor: Redaktion / Katrin
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