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Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft

Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft
Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft

Die ersten 12 Wochen in der Schwangerschaft bezeichnet man nicht umsonst als die "kritische Zeit": Tatsächlich enden etwa 15 bis 20 Prozent aller Schwangerschaften mit einem frühen Abort. In einem solchen Fall Trauer zu empfinden, ist vollkommen normal. Für den Umgang mit dem Verlust gibt es ganz verschiedene Strategien.

 

Schwer, aber notwendig: über den Verlust sprechen

 

Die wohl größte Herausforderung: Bei einer frühen Fehlgeburt müssen Betroffene nicht selten im Stillen leiden. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass man die freudige Nachricht zumeist erst nach dem Abschluss des ersten Trimesters überbringt. Sicherlich ist man zum Teil froh, dass nicht jeder Arbeitskollege von dem Verlust weiß – dennoch ist es gerade für Berufstätige schwer, die Trauer vor anderen zu verbergen und womöglich weiterhin Höchstleistungen im Job zu vollbringen.

 

Vielen Frauen hilft in dieser Situation das Wissen, dass sie ihr Schicksal mit vielen anderen Frauen teilen. Wahrscheinlich kennt man sogar selbst einige dieser Frauen, was sich jedoch oft erst in einem persönlichen Gespräch offenbart. Aus diesem Grund kann es hilfreich sein, sich gegenüber Vertrauenspersonen zu öffnen und über die Fehlgeburt zu sprechen. Frauen mit einem ähnlichen Schicksal trifft man jedoch nicht nur im Verwandten- oder Bekanntenkreis, sondern auch in sozialen Netzwerken oder aber Internetforen. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann hier auch anonym stattfinden und viele Frauen empfinden es als erleichternd, sich den Kummer einfach nur von der Seele zu schreiben.

 

Den gleichen Zweck erfüllt im Übrigen die Trauerbegleitung durch eine Doula, über die wir an dieser Stelle bereits geschrieben haben.

 

Trauerrituale können Kraft geben

 

Vielen Betroffenen hilft es zudem, ihrer Trauer nach einer Fehlgeburt durch bestimmte Rituale Ausdruck zu verleihen. Sie helfen zum einen dabei, die Gefühle nach außen zu lassen und geben zum anderen die Möglichkeit, auch für die Zukunft einen Ort zum Trauern zu haben bzw. eine Erinnerung an das verlorene Baby zu behalten. Denkbar sind unter anderem die folgenden Rituale:

  1. Gestalten Sie eine Kerze für das Baby, die Sie dann an einem schönen Ort in Ihrem Zuhause platzieren. Die Kerze können Sie zu verschiedenen Anlässen anzünden: Am errechneten Entbindungstermin, am Jahrestag der Fehlgeburt oder einfach immer dann, wenn Sie an Ihr Baby denken möchten.
  2. Im Mutterleib und bei oder kurz nach der Geburt verstorbene Kinder bezeichnet man auch als Sternenkinder. Eine ganz besondere Symbolkraft hat daher eine Sterntaufe, bei welcher Sie einem Stern einen Namen geben können und im Anschluss Dokumente für Ihren Stern erhalten. In Zukunft wird Ihr Baby vom Himmel auf Sie hinabblicken und immer da sein.
  3. Ähnlich symbolisch ist auch das Pflanzen eines kleinen Bäumchens im Garten. Wenn Sie mögen, können Sie dort zusätzlich eine kleine Holzkiste mit Erinnerungen vergraben.
  4. Kreieren Sie ein Album mit Erinnerungen. Sammeln Sie beispielsweise erste Ultraschallbilder, ihren Mutterpass sowie vor allem handschriftlich verfasste Texte, in denen Sie Ihrer Trauer Ausdruck verleihen können.

 




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PDF Fehlgeburt_in_der_Fruehschwangerschaft-schwangerschaft.pdf [100,17 kB]


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