arten der geburt

Arten der Geburt

Die Arten der Geburt können vielfältig sein. Grob können sie in zwei Untergruppen unterteilt werden. Die vaginale Geburt einerseits, die Kaiserschnittentbindung andererseits. Bei einer vaginalen Spontangeburt kommt das Kind ohne Hilfsmittel in Schädellage auf die Welt. Die vaginale Spontangeburt wird von einer Hebamme betreut und geleitet. Ein Arzt wird bei eventuellen Auffälligkeiten hinzugezogen.

In welcher Gebärposition kann man vaginal entbinden?

Die Arten der Spontangeburt sind unterschiedlich. Je nach Bedürfnissen der Frau und des Kindes kann man in verschiedenen Positionen das Kind zur Welt bringen.

  • Aufrechte Gebärhaltung: Stehen, nach vorne gebeugt
  • Hockende Gebärhaltung: Gebärhocker, festhaltend am Seil, Hocker im Bett, Romarad
  • Liegende Gebärhaltung: Seitenlage, erhöhte Rückenlage
  • Wassergeburt: Besteht der Wunsch der Frau nach einer Wassergeburt und bestehen keine Risikofaktoren, kann das Kind auch in einer Gebärbadewanne geboren werden

Fragen Sie Ihre Hebamme um Rat. Sie wird mit Ihnen gemeinsam die passende Position für Sie finden. Bei einer vaginalen Spontangeburt kann die Geburt in einem Krankenhaus, Geburtshaus oder als Hausgeburt erfolgen.

Die vaginal- operative Geburt

Wird das Kind mit Hilfe einer Saugglocke geboren, nennt man dies im Kreißzimmer eine Vakuumgeburt. In manchen Häusern wird bei Indikation auch eine Zangengeburt durchgeführt. Eine vaginal operative Entbindung wird von einem Facharzt durchgeführt. Indikationen hierfür können als Beispiel Erschöpfung der Mutter oder aber auch Stress des Kindes sein.

Die Beckenendlagengeburt

Ein Grenzbereich zwischen vaginaler und abdomineller Geburt ist die Beckenendlagengeburt, auch Steißgeburt genannt. Hierbei befindet sich das Kind nicht mit dem Kopf im Becken, sondern mit dem Steiß oder Beinen. Einige wenige Krankenhäuser streben bei einer Steißlage mit günstigen Zusatzkriterien eine vaginale Geburt an. Hierbei wendet ein Facharzt bestimmte Griffe an, um das Kind zu entwickeln. Das Krankenhaus muss für einen eventuell akuten Kaiserschnitt gerüstet sein. In den meisten Krankenhäusern jedoch wird den Frauen bei einer Steißlage zu einem Kaiserschnitt geraten.

Der Kaiserschnitt

Diese Art der Geburt wird medizinisch als „Sectio caesera“ bezeichnet (kurz auch „Sectio“) Beim Kaiserschnitt wird zwischen einer primären und einer sekundären Sectio unterschieden. Die primäre Sectio ist ein geplanter Kaiserschnitt, der aus unterschiedlichen Gründen durchgeführt werden muss. Indikationen hierbei können eine Beckenendlage, eine Frühgeburt, eine bestehende Krankheit der Mutter oder des Kindes, eine Mehrlingsschwangerschaft oder aber auch der Wunsch der Mutter sein.

Eine weitere Art der abdominellen Geburt ist die sekundären Sectio. Hier wurde eine spontane Geburt angestrebt, sie muss jedoch aus bestimmten Gründen durch eine Kaiserschnittgeburt beendet werden. Als Beispiel nenne ich hier einen Geburtsstillstand oder eine falsche Einstellung des kindlichen Köpfchens in den Geburtskanal. Auch zu den Kaiserschnittgeburten zählt der Notkaiserschnitt. In Notsituationen wird die Mutter innerhalb kürzester Zeit durch eine Sectio caesera entbunden. Hier muss alles schnell gehen. Gründe hierfür können ein Nabelschnurvorfall, eine Herztonveränderung des Kindes oder eine drohende Gefährdung für die Mutter sein.

 

Autor: Laura Jenewein, Hebamme

Fotocredit: Tyler Olson/Shutterstock.com

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