Verhütung beim Mann

Verhütung beim Mann

Die Verhütung beim Mann ist eigentlich nur durch zwei Varianten durchführbar. Erstens kann der Mann ein Kondom verwenden und zweitens gibt es die Möglichkeit einer Sterilisation. Eine dritte Möglichkeit ist eigentlich nicht als Verhütungsmethode zu bezeichnen, da sie sehr unsicher ist, der Koitus interruptus. Die Unterbrechung des Geschlechtsverkehrs vor dem Samenerguss ist zwar besser als keine Art der Verhütung, dennoch ist dies nicht sehr sicher.

 

Die Verwendung von Kondomen

Das Kondom zählt zu den sogenannten mechanischen Verhütungsmitteln für den Mann. Dabei soll verhindert werden, dass die Spermien in Kontakt mit einer weiblichen Eizelle kommen können. Das Kondom besteht aus einem hauchdünne Gummi und wird vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis gezogen. Die „Barriere“ aus Gummi fängt in weiterer Folge den Samenerguss auf und verhindert auf diese Weise, dass Spermien in die Vagina gelangen. Das Kondom ist im Übrigen die einzige Art der Verhütung, die neben einer Empfängnisverhütung Mann und Frau auch vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten schützt.

 

Die Sterilisation beim Mann

Diese wird auch Vasektomie genannt. Die Vasektomie gilt als die derzeit sicherste, effektivste und einfachste Methode zur Fertilitätskontrolle und Verhütung beim Mann. Die Funktion der Hoden (Hormonproduktion) bleibt erhalten – dies im Unterschied zur Kastration, die die operative Entfernung der Geschlechtsdrüsen (beim Mann die Hoden, bei der Frau die Eierstöcke) bedeutet. Sich dort bildende Samenzellen werden vom Körper resorbiert. Auch die Fähigkeit zur Erektion und Ejakulation bleiben erhalten. Das Ejakulat enthält aber keine Samenzellen, eine weitere Vaterschaft ist damit fast ausgeschlossen. Der Pearl-Index beträgt bei der Vasektomie 0,1 (d.h. von hundert Frauen, die diese Verhütungsmethode über ein Jahr anwenden, werden 0,1 trotzdem schwanger). Die Kosten des operativen Eingriffs, der im Normalfall ambulant durchgeführt wird, belaufen sich auf € 400,- bis € 600,- (je nach Operationstechnik).

Diese Art der Verhütung beim Mann ist selbstverständlich genauestens zu überlegen, da sie zwar durch eine weitere Operation rückgängig gemacht werden kann, dies aber nicht unbedingt erfolgreich sein muss. Des Weiteren können – wie bei jedem operativem Eingriff – auch Nebenwirkungen oder Komplikationen auftreten. Trotzdem gilt die Vasektomie als sehr sichere und risikoreiche Möglichkeit und wird auch als komplikationsärmer als beispielsweise die Sterilisation bei der Frau bezeichnet.

Autor: Redaktion / Dagmar Engl

Fotocredit: VGstockstudio/Shutterstock.com

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