wie lange dauert geburt

Wie lange dauert eine Geburt?

Die Dauer der Geburt ist von Frau zu Frau unterschiedlich und man kann diese Frage überhaupt sehr schwer beantworten. Mütter berechnen nämlich die Zeit von der ersten Wehe an oder wenn die Fruchtblase platzt. Ärzte und Hebammen hingegen beginnen die Zeit zu zählen, wenn die Wehen muttermundswirksam sind. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass durchschnittlich 14 Stunden für Erstgebärende gerechnet werden und 8 Stunden für jene Frauen, die bereits ein Kind geboren haben. In den letzten 100 Jahren wurden allerdings die Zeiten, die für eine Geburt als normal angesehen wurden, halbiert.

 

Wehen die auf den Muttermund wirken bestimmen die Dauer der Geburt

Wenn die Wehen muttermundswirksam sind, beginnt die Eröffnungsphase. Es kann durchaus sein, dass Sie zu diesem Zeitpunkt schon einige Stunden mit Wehenarbeit hinter sich haben. Vielleicht waren Sie die ganze Nacht wach, und es fühlt sich für Sie an, als würden die Wehen schon eine sehr lange Zeit andauern. Wenn es sich um die erste Schwangerschaft einer Frau handelt, braucht das Baby in der Regel mehr Zeit. Vom Beginn der Eröffnungsphase, bis zur Geburt des Kleinen, können Sie mit einer Dauer von 8 bis 14 Stunden rechnen. Frauen, die bereits einmal geboren haben, erleben oftmals kürzere Geburtszeiten und es pendelt sich bei etwa 5 bis 8 Stunden ein. Aber das variiert, wie gesagt von Fall zu Fall.

 

Wenn die Dauer der Geburt zu lang wird

Glauben Sie nicht, dass es besser ist, wenn Geburten schneller verlaufen. Grundsätzlich können auch Geburten, die sehr schnell gehen, körperlich sowie seelisch sehr auslaugen, ja, vielleicht sogar noch schmerzhafter sein, als Geburten, bei denen sich das Baby mehr Zeit lässt. Gelegentlich dauert die Geburt auch so lange, dass durchaus das Risiko für Mutter und Kind besteht, sich zu überanstrengen. Spätestens dann, nämlich dann, wenn Ihr Muttermund nicht stetig, (normal ist ein halber, bis ein ganzer Zentimeter pro Stunde), aufgeht, wird die Hebamme ärztliche Hilfe anfordern, um gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen zu können, das ganze etwas zu beschleunigen. Dies kann man beispielsweise mit einem Wehentropf und dem sich darin befindlichen Hormon Syntocinon (das ist eine synthetische Form des Wehen-Hormons Oxytocin). Wenn Sie dieses Hormon bekommen, wird der Herzschlag des Babys mit Hilfe von elektronischen Sensoren an ihrem Bauch oder am Kopf des Babys kontinuierlich überwacht. Das muss auch so sein, weil Syntocinon den Uterus unter Umständen überstimulieren kann. Die äußert sich durch sehr häufige, sehr starke Wehen. In diesem Fall wird man Sie fragen, ob Sie ein Schmerzmittel möchten, um diese künstlichen Kontraktionen auszuhalten.

 

Sie können die Geburt von sich aus nicht beschleunigen, aber Sie können sich zumindest an einige Regeln halten, damit es Ihnen besser geht:

  •  ändern Sie regelmäßig Ihre Position und essen und trinken Sie ausreichend, um genügend Energie zu haben
  •  Denken Sie daran sich zu entspannen, hören Sie Musik. Atmen Sie so, wie sie es im Geburtsvorbereitungskurs gelernt haben, lassen Sie während der Kontraktionen die Hüften kreisen und lehnen Sie sich nach vorne – damit unterstützen Sie Ihre Gebärmutter.
  •  Gehen Sie regelmäßig auf die Toilette, denn auch eine befüllte Blase kann Wehen hemmen.
  •  Falls Sie angespannt sind, bitten Sie Ihren Partner, oder notfalls auch den Geburtshelfer um eine entspannende Massage am Rücken und inhalieren Sie ein wenig Lavendelöl, um abzuschalten.

 

Autor: Redaktion/Katrin

Fotocredit: kryzhov/Shutterstock.com

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